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Bibelstunde in der Offizierslounge

Felix Henrichs arbeitet in Rotterdam. Im grössten Hafen Europas hilft er Seeleuten aus aller Welt, praktisch und geistlich.

Bild: Photocase/Inkje Felix und Kerstin Henrichs

«Felix, du bist doch Christ?» Vor mir steht der dritte Ingenieur des zweitgrössten Erzfrachters der Welt und strahlt mich an. Das Schiff, auf dem er lebt und arbeitet, ist ein Koloss aus Stahl, mehr als 300 Meter lang und 65 Meter breit. Jeden Monat kommt es vollbeladen mit Erz aus Brasilien nach Rotterdam. Wenn das riesige Schiff in Europas grösstem Hafen anlegt, hat es an manchen Stellen nur noch einen Meter Wasser unterm Kiel. Diesen Koloss zu manövrieren, erfordert Massarbeit und volle Konzentration. Der Kapitän, die Offiziere und die Mannschaft sind alles Inder, dazu drei Filipinos.

Ich bin Seemannsmissionar (Pastor und Seelsorger für Seeleute) in Rotterdam. Auf meiner täglichen Tour fahre ich mit dem Auto durch das riesige Hafengelände voller Kräne, Container und Lastwagen und schaue, welche Schiffe neu angekommen sind.

Heute fällt mein Blick auf diesen riesigen Bulkcarrier (Frachter). Ich halte an, setze meinen Helm mit der Aufschrift «Chaplain» (Pastor) und die neongelbe Schutzweste über und mache mich mit meinem Koffer voller Bibeln, Bücher und christlicher Schriften auf den Weg über die 20 Meter lange, schwankende Gangway.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 02/2012.


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