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Teuer und aufwändig: Mission für die Evolution

(1. April 2009/tl.) – Viel Geld und Aufwand ist den Befürwortern der Evolutionstheorie das Anliegen wert, die Akzeptanz der Menschen für die Evolutionstheorie zu erhöhen. Die Volkswagen AG unterstützt ein Computermusikprogramm, das nach ähnlichen Prinzipien aufgebaut sein soll, wie auch die Entwicklung der Arten der Evolutionstheorie zufolge funktionierte. Es kommt allerdings, anders als die Evolutionstheorie für die es werben soll, nicht ohne Schöpfer aus. Es ist vielmehr ziemlich intelligent designed.

Im Jahr von Darwins 200. Geburtstag haben Tübinger Evolutionsbiologen um Professor Nico Michiels gemeinsam mit Musikexperten, Bioinformatikern und weiteren Unterstützern das Musikprogramm „Darwin rocks“ geschaffen. Die Volkswagen AG unterstützt das Projekt, das die öffentliche Zustimmung zur Evolutionstheorie fördern soll, mit 100000 Euro.

Die Benützer der Software können mit dem Computerspiel „aus einer musikalischen Ursuppe einen komplexen Song entwickeln“, versprechen die Evolutionswerber. Basierend auf Sounds aus diesem Spiel wurden ein Rocksong und ein Musikvideo mit dem Namen "Überlieben" produziert. Das Konzept ist im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Evolution heute" der VolkswagenStiftung entwickelt worden, die das Projekt mit 100.000 € förderte.

Die Tübinger Evolutionsbiologen arbeiteten dabei mit Kooperationspartnern der Bioinformatik-Lehrstühle in Tübingen, der Filmakademie HFF München und der Popakademie Mannheim und weiteren Partnern zusammen.

Startpunkt des Computerspiels ist ein zufällig generierter "Ursound". Im Spiel verhalten sich die Musikstücke nach Aussage von deren Schöpfern dann so, wie es auch Tiere und Pflanzen der Evolutionstheorie zufolge tun. Sie vermehren sich, vererben Eigenschaften, Töne und Instrumente, und immer wieder schleichen sich zufällige Veränderungen, Mutationen ein.

In der folgenden Generation trägt dann der "Nachwuchs" der Musik deutlich das Erbe der Eltern, enthält aber auch Neues. Der Spieler hört sich die Stücke an und entscheidet, welches ihm gefällt und welches nicht. Entsprechend dieser Wertung vermehren sich die Musikstücke: Die gut klingenden stark, die anderen weniger.

So passen sich die Stücke nach und nach dem Geschmack des Hörers an. Ob das Endprodukt dann ein Reggea-Song oder eher Jazz ist, hängt vom einzelnen Spieler ab. Rocksong und Musikvideo mit Namen "Überlieben" handeln von Wissenschaftlern, von Liebe, von Kampf und von der richtigen Strategie in der Evolution. Das Video soll nicht nur auf der Projektwebseite zu finden sein, sondern auch auf Videoportalen wie YouTube.

Noch immer glauben sehr viele Menschen nicht an die Evolutionstheorie. Das lässt deren Befürwortern offensichtlich keine Ruhe und sie scheuen keinen Aufwand, um für sie zu werben. Damit ist die Evolutionstheorie weltweit die einzige Theorie, für die Werbung gemacht wird und wohl auch gemacht werden muss um ihr zur Durchsetzung zu verhelfen.

Kritiker der Evolutionstheorie werden fragen, was eine wissenschaftliche Theorie wert ist, für die man Werbung machen muss wie für ein Waschmittel – oder für die man Mission betreiben muss wie für eine Religion. Augenfällig ist, dass das Musikstück, das von den Evolutionswerbern geschaffen wurde, nicht ohne Schöpfer auskam - ebensowenig wie das darauf aufbauende Spiel nicht ohne die schöpferische Leistung der Informatiker und Musiker zustande kam, die seine Funktionsweise intelligent designten.



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