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Mehr als eine Frau – Polygamie in Europa

(05. Juni 2009/tl.) – Westliche Gerichte tolerieren bei muslimischen Bürgern zunehmend polygame Lebensformen. Scharia-Rechtsnormen gewinnen an Einfluss.

Mit dem Anwachsen des muslimischen Teils der Bevölkerung in westlichen Ländern wächst die juristische Akzeptanz der Polygamie. Nach Schätzungen gibt es in Frankreich 30000 muslimische Männer, die mehr als eine Ehefrau haben. Eigentlich ist Polygamie in allen westlichen Ländern strafbar. Sie wird aber juristisch zunehmend akzeptiert, wenn sie im Herkunftsland des betroffenen Mannes und seiner Frauen legal ist.

In Grossbritannien wird Polygamie zum Beispiel mit sieben Jahre Haft geahndet. Inzwischen erkennt die britische Rechtsprechung aber Harems an, wenn die Ehen eines Mannes mit mehreren Frauen in deren Herkunftsland  gesetzlich zulässig ist. Die Sozialgesetzgebung in Grossbritannien und in Australien gesteht auch den «zusätzlichen Ehefrauen» und deren Kindern Sozialhilfe zu.

Der niederländische Justizminister Ernst Hirsch Ballin von der christlich-demokratischen Partei kündigte an, dass mit polygamen muslimischen Ehen nicht nach dem  niederländischen Rechtssystem verfahren werde, sondern «im Dialog».

Damit gewinnen Rechtsnormen, die sich am islamischen Scharia-Recht orientieren, in europäischen Ländern zunehmend an Einfluss.

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