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Irans Minister «Massenmord»

(14. Oktober 2009/tl.) – Der iranische Verteidigungsminister Ahmad Vahidi wird von Interpol mit internationalem Haftbefehl gesucht – als Drahtzieher eines Massakers.

Es war ein Verbrechen von aussergewöhnlicher Brutalität und erschütterte Menschen in der ganzen Welt. Am 18. Juli 1994 parkte ein bis unters Dach mit Sprengstoff vollgepackter Kleinlastwagen vor dem jüdischen Kulturzentrum in Buenos Aires. 85 Menschen starben –  von der Wucht der Explosion getötet, durch umherfliegende Teile oder unter den Trümmern des Gebäudes. Um die 300 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen sehr schwer. Die meisten Opfer waren Juden, alle waren argentinische Staatsbürger.

Die argentinischen Behörden konnten bald den Hergang des Terrorangriffs aufklären. Das Attentat wurde unter Leitung von Ahmad Vahidi geplant. Vahidi war damals Oberkommandant der Al-Quds-Brigaden der Revolutionären Garde, die für Einsätze jenseits der Staatsgrenzen zuständig ist. Vahidi war auch an dem Attentat im Juni 2006 in Saudi-Arabien beteiligt, bei dem 20 Menschen getötet und 400 zum Teil schwer verletzt wurden.

Seit dem 3. September ist Vahidi Verteidigungsminister des Iran. Das iranische Parlament bestätigte den Vorschlag des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, trotz der internationalen Kritik an Vahidi, mit 227 Stimmen bei 54 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen. Bei Interpol liegt ein internationaler Haftbefehl gegen Vahidi vor.

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