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CERN: Brotkrümel löst Kurzschluss aus

(09. November 2009/rh.) - Von einem Vogel fallen gelassene Brotbrösel haben im weltgrössten Teilchenbeschleuniger, dem LHC in Genf, einen Kurzschluss ausgelöst.

Es war am 3. November. Ein Vogel hatte sich irgendwo ein Stück Brot ergattert. Er wollte es in Sicherheit bringen. Dabei verlor er einige Brösel, und zwar genau über einer externen, oberirdischen Anlage des Large Hadron Colliders (LHC), dem grossen Teilchenbeschleuniger des europäischen Kernforschungszentrums Cern.

Das Brot verursachte einen Kurzschluss in der elektrischen Versorgung der Sektoren 7-8 und 8-1 des LHC-Kühlsystems. Dadurch erhöhte sich die Temperatur im Beschleuniger leicht. Das Sicherheitssystem reagierte und nachdem der Schaden erkannt und behoben worden war, lief die Kühlung des LHC normal weiter.

Der LHC soll in diesen Tagen wieder seinen vollen Betrieb aufnehmen. Er war nach einer einer Pannen-Serie im letzten Jahr abgestellt worden.

Bis vor Weihnachten will man im LHC Elementarteilchen-Kollisionen provozieren, um zu messen, zu welchen Auswirkungen es kommt. Man erhofft sich unter anderem Hinweise auf das mysteriöse „Gottes-Teilchen“, das Higgs-Teilchen, wie es in der theoretischen Physik erwartet wird.

Den Zwischenfall mit dem Vogel wertete der Schweizer Politiker Christian Waber nicht als blossen Zufall. Es gebe Menschen, die meinen, sie könnten mit Projekten wie dem Cern die Grösse Gottes ausser Gefecht setzen, sagte er gemäss „20Minuten online“. Doch der Vorfall zeige: „Das von Gott geschaffene Vögelchen ist mächtiger als das Cern.“

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