PLO-Historiker leugnet jüdische Geschichte
(09. November 2009/inn.) - Ein palästinensischer Historiker und ein führender Vertreter der PLO haben sämtliche historischen Verbindungen des jüdischen Volkes zum heutigen Israel geleugnet.
Im palästinensischen Fernsehen behauptete Salech Rafat, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, dass ein jüdischer Tempel nie existiert habe.
Der Historiker Nabil Alkam leugnete in dem Interview mit dem palästinensischen Staatsfernsehen auch die tausende Jahre dokumentierte jüdische Geschichte Israels. Er sprach von "4.000 bis 5.000 Jahren erfundener Geschichte". Das berichtet die israelische Organisation "Palestinian Media Watch" (PMW).
Nabil Alkam räumte ein, dass in jüngster Zeit viele archäologische Funde veröffentlicht wurden. Darunter seien Münzen mit hebräischen Schriftzeichen und Briefmarken mit biblischen Figuren gewesen. Der palästinensische Historiker klagt Israel an, auf diese Art und Weise "künstliche israelische Symbole" zu schaffen.
PMW veröffentlichte die Äusserungen des Historikers: "Warum ist Israel darum bemüht, uns unsere Geschichte und Kultur zu stehlen und auf diese Art und Weise das Erbe der palästinensischen Geschichte zu entstellen und zu löschen? Weil Israel seine Geschichte in diesem Land sucht, während wir eine Geschichte haben, die unsere Verbindung zu dem Staat zeigt. Das Erbe der palästinensischen Geschichte hat eine historische Tiefe von 4.000 bis 5.000 Jahren. Hier versucht Israel eine erfundene israelische Identität zu schaffen."
Der PLO-Vertreter Rafat hatte bereits im Oktober mit seinen Äusserungen Aufsehen erregt, dass Israel die palästinensische "Kochkunst, Kleidung und Architektur" für sich beanspruche. Auch die Existenz des jüdischen Tempels stellte er in Frage, weil die dortigen Tunnel nur „Überreste alter Aquädukte“ seien.
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