Klimawandel-These hat Status einer Religion
(09. November 2009/tl.) - Die These vom menschengemachten Klimawandel ist für die einen eine unabdingbare Wahrheit und Anlass zu apokalyptischen Prognosen. Andere, darunter die Mehrheit der in Deutschland mit professoralem Titel als Klimatologen mit dieser Sache befassten Wissenschaftlern, gilt die Klimathese als eine Behauptung mit unglaubwürdiger methodisch-wissenschaftlicher Fundierung. Jetzt hat ein britisches Gericht diesem Umstand Rechnung getragen und bewertet den Glauben an die Klimaerwärmungsthese als eine Art „religiöse Überzeugung“.
Anlass der richterlichen Bewertung des „Klimawandels“ war der Prozess um die Entlassung des für Umweltschutz zuständigen Abteilungsleiters des Immobilienunternehmens Grainger plc., Tim Nicholson. Er hatte sich aus Gründen die mit seinen Annahmen über den Klimawandel zusammenhängen, geweigert, mit dem Flugzeug zu fliegen – und war daraufhin entlassen worden.
Er klagte mit der Begründung gegen seine Entlassung, er sei wegen seiner „philosophischen Überzeugung über den Klimawandel und die Umwelt“ entlassen worden. Und das verstosse gegen das Nichtdiskriminierungsgesetz am Arbeitsplatz von 2003, welches festlegt, dass niemand wegen seiner Religion oder seinem Glauben diskriminiert werden darf.
Das Gericht gab seiner Beschwerde gegen die Entlassung Recht mit der Begründung, der Glaube an einen von Menschen verursachten Klimawandel sei, „wenn er ernsthaft vertreten wird“, eine Art von „belief“ in dem von dem Gesetz gemeinten Sinne. Das Antidiskriminierungsgesetz versteht unter Religion oder Glaube jede philosophische Annahme, jede Religion und jeden Glauben. Tim Nichols hatte vor Gericht erklärt, dass er so überzeugt sei von seinen Annahmen über den Klimawandel, dass er sein Haus strikt umweltfreundlich renoviert habe und sich weigere, mit dem Flugzeug zu fliegen. Der von Menschen verursachte Klimawandel sei „das wichtigste Problem unserer Zeit“ und es dürfe nichts im Wege stehen, „um diese Katastrophe zu verhindern“.
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