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Uni Köln: Vortrag wurde gestört und fast verhindert

(08. Dezember 2009/tl.) – Erst nach erheblichen Störungen konnte die Philosophieprofessorin Edith Düsing an der Universität Köln einen Vortrag halten. Linksalternative und eine Homosexuellengruppierung hatten versucht, die Vorlesung zu verhindern.

Prof. Edith Düsing hatte im Frühjahr, anlässlich des „Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ in Marburg, eine Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ unterzeichnet. Daran war Kritik daran geübt worden, dass Homosexuellenverbände versucht hatten, den Kongress in Marburg gewaltsam zu verhindern. Die Professorin sah, wie auch viele andere, die Freiheit der Wissenschaft im Visier, wenn die freie wissenschaftliche Auseinandersetzung behindert wird.

In Köln sollte Prof. Edith Düsing aus Anlass von Schillers 250. Geburtstag zu dem Thema „Das ‚Höhere Selbst’ bei Schiller“ sprechen. Das „Autonome Lesben- und Schwulenreferat Köln“ (LuSK) und die Gruppe „Campus: grün Köln“ versuchten die Veranstaltung zu sprengen. 

Die Demonstranten versuchten möglichst viele Plätze im Hörsaal zu besetzen und durch Sprechchöre die Vorlesung zu verhindern. Etliche interessierte Zuhörer verliessen den Saal nachdem die Veranstaltung lange nicht beginnen konnte.

Die Demonstranten bezichtigten Prof. Düsing der „Homophobie“ und warfen ihr eine diskriminierende Einstellung gegenüber Homosexuellen vor. Sie vertrete „menschenverachtende und antiemanzipatorische Standpunkte“. Erst nach 45 Minuten verliessen die Störer den Saal.

Damit konnte nur noch ein Teil der Vorlesung stattfinden, für die ursprünglich 90 Minuten vorgesehen waren. Auch eine freie Aussprache zum Thema des Vortrags fiel der Störung zum Opfer. Nach dem Ende der Veranstaltung musste Prof. Edith Düsing durch ein Spalier buhrufender Demonstranten das Gebäude verlassen.



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