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Die Nacht ist vorgerückt

(23. Dezember 2009/tl.) – Endzeiterwartungen spielen in Medien und Politik eine grosse Rolle – sie ängstigen und verwirren viele Menschen. Die Bibel zeigt auf, was geschieht und wo die Hoffnung, die Rettung ist.

Die Welt ist untergangsbewusst geworden. Es gab schon häufig in der Geschichte Gruppierungen, Sekten oder religiöse Minderheiten, die von einem nahen Weltende ausgingen. Neu ist, dass die Vorstellung, die Erde taumle einer wie auch immer gearteten Katastrophe entgegen, global virulent ist.

Der Gedanke an eine Apokalypse ist Allgemeingut geworden – in den verschiedensten Ausprägungen: esoterisch, islamisch, buddhistisch, christlich, ökologisch-politisch. Der Glaube an ein drohendes ökologisches Welten-Desaster ist integraler Bestandteil des postmodernen Bewusstseins und der Weltpolitik geworden.

Die andere apokalyptische Version, die grosse politische Wirksamkeit hat, liefert der politische Islamismus der Schiiten, wie er im Iran gelehrt wird. Demnach muss die Wiederkunft eines verheissenen Imams und die Schaffung eines muslimischen weltweiten Friedensreiches durch die Anzettelung von Chaos und Krieg beschleunigt werden.

In vielen der kursierenden Endzeit-Vorstellungen spielt die Offenbarung des Johannes eine Rolle, vielfach werden aber nur Teile daraus verwendet und dann mit anderen Vorhersagen vermischt.

Die zeittypische Lust an der Sensation und am Erschrecken (die auch ein gutes Geschäft ist), aber auch geistliche Orientierungslosigkeit und die tatsächliche Verunsicherung vieler Menschen durch eine alarmistische Medienlandschaft – die nicht müde wird, ökologische Desaster aller Art und Pandemien an die Wand zu malen – nähren die Zukunftsangst und die Nachfrage nach Vorhersage und «Geheimwissen». mehr...


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