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Ungarn: RFID-Überwachung am Flughafen
(22. Januar 2010/rh.) - Am ungarischen Flughafen in Debrecen wird ein neues Überwachungssystem im Auftrag der Regierung getestet. Passagiere sollen mit Kameras und RFID-Chips, die sich entweder in Armbändern oder im Boarding-Pass befinden, überwacht werden. Die RFID-Chips können von Datenlesegeräten aus 10 bis 20 Metern Entfernung gelesen werden. In Verbindung mit Panorama-Überwachungskameras lässt sich so die Position der Menschen auf einen Meter genau bestimmen.
Das Überwachungssystem wurde am Centre for Security and Crime Science des University College in London entwickelt und wird von der Europäischen Union gefördert. Wie „heise.de“ meldet, sollen auf den Chips vorerst nur die Namen und Flugnummern der Passagiere gespeichert sein. Später sollen auch biometrische Daten hinzukommen. Der Test soll insbesondere klären, wie verhindert werden kann, dass die Passagiere die RFID-Chips entfernen, zerstören oder untereinander austauschen.
Ungeklärt ist die Rechtsgrundlage. Dürfen Passagiere auf Schritt und Tritt überwacht werden? Die EU prüft derzeit, ob die RFID-Überwachung in die EU-Datenschutz-Direktive mit einbezogen werden soll. Datenschützer kündigen vehementen Widerstand an.
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