Libanon und Jordanien diskriminieren Palästinenser
(28. Januar 2010/inn.) - Die Organisation "Human Rights Watch" hat die Regierungen im Libanon und Jordanien wegen schlechter Behandlung von Palästinensern kritisiert.
Jordanien wurde dazu aufgerufen, Menschen palästinensischer Herkunft nicht ihrer jordanischen Nationalität zu entziehen. Saudi-Arabien, Syrien, Jemen und der Libanon hätten versäumt, die häufige Anwendung von Folter zu verhindern, heisst es in der Stellungnahme. Der Libanon habe zudem die Notlage von rund 200.000 eingetragenen palästinensischen Flüchtlingen missachtet.
Länder wie Jordanien, der Libanon und Saudi-Arabien haben die Rechte der Frauen trotz vieler Möglichkeiten nicht gestärkt, heisst es in der Stellungnahme von Human Rights Watch. "Einige Regierungen im Nahen Osten haben Bemühungen zur Stärkung von Menschenrechten unterdrückt. Zudem haben sie darin versagt, Rechte von Arbeitern mit Migrationshintergrund zu schützen."
Zudem kritisiert die Menschenrechtsorganisation so genannte "Ehrenmorde" und die verbreitete häusliche Gewalt. Die Organisation bemängelt, dass viele Firmen ausländische Angestellte nicht bezahlen oder unterbezahlen und unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten lassen. "Die Regierungen im Nahen Osten müssen erkennen, dass die Rechte von Minderheiten, Flüchtlingen und Staatenlosen besser geschützt werden müssen", heisst es in dem Bericht.
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