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Schädling Mensch
(02. Februar 2010/tl.) – Eine neuheidnische Zivilreligion mit totalitärem Potential findet immer mehr Anhänger. Das ökologistische Welt- und Menschenbild vergötzt die Natur und leugnet den Schöpfer.
In den 70er-Jahren spaltete sich die 68er-Bewegung. Ein Teil entschloss sich zum bewaffneten Kampf. Der andere zum Marsch durch die Institutionen. 40 Jahre später steht fest: Dieser Bewegung war durchschlagender Erfolg beschieden. Nicht nur, dass sie es bis an die Fleischtöpfe der politischen Macht geschafft hat. Es ist ihr gelungen, die stillschweigenden Übereinkünfte, welche die Gesellschaft prägen, zu bestimmen.
Was man heute «gut» findet oder «schlecht», was alles die Aufgaben des Staates sein sollen und diejenige der Familie, wie man die Kinder erziehen soll, mit welchen Begriffen man sich die Wirklichkeit zu eigen macht und für was sich ein Einsatz lohnt: Das entspricht weitgehend dem, was halbintellektuelle Aktivisten damals in kleinen Zirkeln formuliert haben.
Der Blick auf Werte ist relativistisch, das Menschenbild ist psychologistisch, das Weltbild, das sich damals herauskristallisierte, ist ökosozialistisch geprägt. Die Frage nach Gott wurde für obsolet erklärt. Die Früchte und die Folgen dieser Leitbilder bestimmen heute die Wirklichkeit und sind, weitgehend und quer durch alle Bildungs- und Sozialschichten, prägend für das Bewusstsein der Menschen.
Das ökologistische Natur- und Menschenbild geht davon aus, dass alles, was kreucht und fleucht, einer zufälligen evolutiven Entwicklung entspringt. Somit gelten alle Geschöpfe als gleichwertig. Das gilt natürlich auch für den «intelligenten Affen». Gerade die Tatsache, dass das «am weitesten entwickelte Säugetier» mit besonderer Intelligenz ausgestattet ist, impliziert, dass es sich kraft seines Verstandes der Natur unterzuordnen hat.
Die Folgen dieses Denkens sind unheilvoll. In einem Radiobeitrag mit dem Titel, «Warum sich der Mensch nur graduell vom Tier unterscheidet», sagte der Evolutions-Anthropologe Prof. Volker Sommer: «Ohne Zögern begreife ich mich deshalb mittlerweile so, wie ‹Tiere› traditionell begriffen wurden: als geist-los, gott-los, seelen-los und radikal sterblich – wenn meine Neuronen zerfallen, geht das Licht aus. Was bleiben wird, sind Erinnerungen an mich in anderen, ebenfalls vergänglichen Gehirnen, Schimpansen eingeschlossen.» Diese Weltanschauung, so Prof. Sommer, werde «zunehmend» von evolutionären Anthropologen geteilt.
Das Schöpfungsbild der Bibel spielt bei der Weltsicht, die der evolutiven Sicht auf die Umwelt zugrunde liegt, keine Rolle mehr. Und das ist wohl der tiefste Grund für all die geistigen und moralischen Folgen, mit denen wir uns heute konfrontiert sehen. Das Bild, das die Bibel von der Schöpfung zeigt, ist hierarchisch und dualistisch. Es steht der These von der Gleichwertigkeit aller Geschöpfe diametral entgegen.
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 1/2010.
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