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Schöne neue Ökowelt

(08. Februar 2010/tl.) – Der Ökologismus schadet der Umwelt ebenso, wie der Sozialismus die soziale Frage verschlimmert hat.

Ideologien fangen immer gut an. Und sie enden immer böse. Das ist die Klammer, die alle Utopien eint. Menschen tun sich zusammen, um das (vermeintlich) Gute zu tun: der Nation zu ihrem Recht verhelfen, ein sozialistisches Paradies errichten, Frieden auf Erden herstellen oder mit dem Klima gleich die ganze Welt retten. Auch innerhalb dieser Klammer gibt es typische Gemeinsamkeiten. So ist es kennzeichnend, dass ideologische Systeme dem von ihnen postulierten Ziel mehr schaden als nützen.

Die Nationalsozialisten wollten den Lauf der menschlichen Evolution beschleunigen, indem sie das aus ihrer sozialdarwinistischen Sicht «Lebens-unwerte» und «Schwache» ausmerzten. Wie die Zukunft nach erfolgter sozial-politischer Evolution zu sein hat: Das war für die Nationalsozialisten klar. In diabolischem Missbrauch biblischer Terminologie erwarteten sie die Errichtung eines Tausendjährigen Reiches. Nach zwölf Jahren endete es im totalen Zivilisationsbruch, in einem Grauen von apokalyptischer Dimension.

Niemand hat der natürlichen Verbundenheit der Menschen mit ihrer historischen und politischen Verfasstheit, dem natürlichen Gefühl der Zugehörigkeit zur eigenen Nation, mehr geschadet als die Nationalisten, die aus der Nation einen Götzen gemacht haben. Und niemand hat dem Verlangen der Menschen nach sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlichem Wohlergehen mehr geschadet als die Sozialisten, die das Soziale zum Götzen erhoben.

Wo es vorgeblich um die endgültige Lösung der sozialen Frage ging, verhungerten in der Planwirtschaft Mao Tse Tungs die Menschen auf fruchtbaren Böden, zu Millionen.

Seit den Anfängen der Umweltbewegung ist die Annahme, der Mensch könne um die Zukunft wissen, Teil des Marschgepäcks. «Futurologen, die postulierten zu wissen, was sein wird – wie etwa der in den 70er-Jahren prominente Robert Jungk –, waren Leuchtfiguren ihrer zahllosen Kongresse. Mit ­politisch-prophetischen Publikationen wie «Global 2000» und den ökologisch-apokalyptischen Vorhersagen des «Club of Rome» in dem Bestseller «Grenzen des Wachstums» von Dennis Meadows von 1972 wappneten sich die Ökosozialisten für den Marsch durch die Institutionen.

Ebenso wie die heutigen düsteren Zukunftsprognosen basierten die damaligen auf Computermodellen – und haben sich allesamt als falsch herausgestellt. Öko-Propheten teilen das Schicksal aller Futurologen, ob sie sich heidnisch-astrologisch oder wissenschaftlich-evolutionistisch legitimiert sehen. Weder liegt die Zukunft in des Menschen Hand noch das Wissen darum.

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 1/2010.


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