Kontakt   Newsletter   Impressum
   

    factum online RSS
  Infos zum RSS-Feed

Hamasterrorist, dann Agent für Israel, heute Christ

(26. Februar 2010/tl.) – Der Sohn des führenden Hamas-Terroristen Sheik Hassan Yousef arbeitete zehn Jahre lang für den israelischen Geheimdienst. Mosab Hassan Yousef hatte sich von der Hamas abgewendet, nachdem er Zeuge der Brutalität wurde, mit der die Terrororganisation mit den eigenen Leuten umgeht. Vor drei Jahren konvertierte Hassan Yousef zum Christentum.

Das berichtet die israelische Nachrichtenagentur Arutz Sheva, Israel National News. An diesem Wochenende wird die israelische Tageszeitung Haaretz ein Interview mit Mosab Hassan Yousef veröffentlichen, der heute in den USA lebt. Sein Vater, Sheik Hassan Yousef, ist in israelischer Haft.

Mosab Hassan Yousef nahm für seine Arbeit für Israel keine Bezahlung an. Er war durch seine Erfahrungen und Erlebnisse mit der Hamas so entsetzt, dass er einen Beitrag gegen den Terror der Hamas leisten wollte. Seine nachrichtendienstliche Tätigkeit hat die Verhaftung von hochrangigen Hamas-Terroristen ermöglicht. So konnte beispielsweise Ibrahim Hamid verhaftet werden, der als Terrorkommandeur für Judäa und Samaria zuständig war. Auch die Verhaftung von Abdullah Barghouti, der den Bombenbau organisierte und von Marwan Barghouti, einem der führenden Fatah-Terroristen, gelang durch die Mitarbeit von Mosab Hassan Yousef. Gideon Ezra, der frühere Chef des israelischen Nachrichtendienstes „Israel Security Agency“ würdigte Hassan Yousef als einen Mann, der im Kampf gegen den Terror sehr wichtige Informationen geliefert habe. Der Tageszeitung Haaretz zufolge war Hassan Yousef die wichtigste Quelle von Informationen aus der Hamasführung.

Nachdem Mosab Hassan Yousef Christ wurde beendete er seine geheimdienstliche Tätigkeit und emigrierte in die USA. Er habe fliehen müssen, um sein Leben fern von der Gewalt leben zu können, er habe das mit seinem Leben als Christ nicht mehr vereinbaren können. Über seine Erfahrungen mit der Hamas, seine geheimdienstliche Tätigkeit und seine Bekehrung erscheint in den USA ein Buch („Son of Hamas“), an dem Hassan Yousef als Ko-Autor mitgewirkt hat.

Hassan Yousef berichtet, dass er schon in jungen Jahren über die Gewalt der Hamas-Bewegung entsetzt gewesen sei. „Die Hamas benützt die Leben von Zivilisten und von Kindern für ihre Zwecke, sie benützt jeden Tag das Leid der Menschen, um ihre Ziele zu erreichen“, sagte Hassan Yousef in einem Gespräch mit dem Journalisten Gil Ronen von der Nachrichtenagentur Arutz Sheva.

In einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender Fox News berichtete Hassan Yousef, dass er im Alter von 18 Jahren in israelischer Haft war. Die Hamas habe auch im Gefängnis Kontrolle über ihre Mitglieder gehabt. „Ich sah wie die Hamas ihre eigenen Mitglieder auf eine sehr, sehr schlimme Art folterte. Sie töteten auch viele. Das war ein Schock für mich. Ich war ein Jahr lang Zeuge dieser Folter“. Die wichtigen Hamas-Führer, die man heute im Fernsehen sehen könne, seien für Folterungen auch der eigenen Mitglieder verantwortlich.

Seine damaligen Erfahrungen hätten den „grossen Wandel“ in seinem Leben bewirkt. Sie seien der Grund für seine Abkehr von der Gewalt gewesen.



zurück

Das aktuelle Heft:
factum 1/2012


factum 1/2012
factum-Abo
efactum-App
Mithelfen und fördern!
ethos – suchen, finden, leben