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"Jugendkondome": Keine Verteilung an Schulen

(02. März 2010/ssf./pd.) - Die Evangelische Volkspartei der Schweiz wehrt sich entschieden gegen die Verteilung des von der Aidshilfe Schweiz initiierten Jugendkondoms an den Schulen.

Wenn an der Schule Kondome verteilt würden, bestehe die Gefahr, dass Jugendliche unter Druck gesetzt werden, früher Geschlechtsverkehr zu haben, als sie eigentlich möchten und es aufgrund ihrer Entwicklung angebracht wäre. Die Sexualpädagogik an Schulen dürfe sich nicht von der Aids-Prävention instrumentalisieren lassen, betont die EVP in einer Pressemitteilung.

Junge Erwachsene und Kinder müssten unbehelligt von Druck- und Lobbyingversuchen entscheiden können, wie sie ihre sexuelle Entwicklung erleben wollen. Das Elternhaus habe dabei Vorrang vor der Schule.

Die EVP-Schulpflegerin Daniela Wirth aus Dietikon ZH sagte dazu: „Selbstverständlich müssen die Kinder über Sexualität aufgeklärt werden. ... Uns geht jedoch entschieden zu weit, dass Kindern mit solchen Kampagnen in ihrer sexuellen Entwicklung überfordert werden.“ Die Schule müsse den Jugendlichen vielmehr aufzeigen, dass es in ihrem Alter wichtig ist, sich für die Schule, den Sport, Hobbies und Freunde einzusetzen.

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