|
Jeder Vierte würde sich Chip implantieren lassen
(03. März 2010/rh.) – Nach einer Bitkom-Studie würde sich fast jeder vierte Deutsche einen Funk-Chip implantieren lassen, wenn ihm dies Vorteile bringen würde. Dies ist angesichts der Diskussion um die Datenspeicherung eine ziemliche Überraschung.
Das Internet revolutioniert unseren Alltag. Die Welten von Arbeit und Freizeit, Gesellschaft und Staat, Wirtschaft und Verbraucher werden immer enger miteinander vernetzt. Gemäss einer grossen Bitkom-Studie sagt bereits die Mehrheit der deutschen Bevölkerung (58%): „Ich kann mir kein Leben vorstellen ohne Internet.“ Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 86 Prozent. Das globale Netz bekommt eine überragende Bedeutung. Es ist zum wichtigsten Medium geworden. Es wird genutzt zur Bildung und zum Knüpfen von Freundschaften. Beruf und Privates verschmelzen. Die Bürger wollen sich am kommunalen Geschehen über das Internet beteiligen.
Mit der Annäherung und dem Verschmelzen von virtueller und realer Welt sind zunehmen mehr Menschen auch bereit, sich selbst, ihren eigenen Körper, zu vernetzen. Zwar wollen dies 72 Prozent in keinem Fall. Aber schon ein knappes Viertel (23%) würde sich einen Funk-Chip in den Körper implantieren lassen. Man verspricht sich damit persönliche Vorteile wie schnellere Rettung (16%), erhöhte Sicherheit (12%), bequemeres Einkaufen (5%), schnellere Eingangskontrollen (4%).
„Das ist sicher ein extremes Beispiel, wie weit die Vernetzung in der Vorstellung mancher Menschen gehen kann“, kommentierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer, der sich selbst überrascht zeigte über das Ergebnis der hauseigenen Studie.
In einer Reaktion auf die Bitkom-Studie schrieb ein Leser: „Irgendwann werden wir sicherlich eine Schnittstelle implantiert bekommen (...) dadurch sollte es möglich sein, all gespeicherten Daten (Erinnerungen, Charakter, Denkvermögen etc.) auf ein Speichermedium zu laden und als Bit und Byte durchs Netz zu laufen oder sich wieder auf einen neuen Körper einspielen zu lassen (...) aufgrund dessen wäre die Unsterblichkeit erreicht (...) die Bindung an Raum, Zeit und physisches Vorhandensein wären aufgehoben (...) Dies würde vollkommen neue Welten und Dimensionen eröffnen (...)."
Das Flüstern der Schlange wird im digitalen Zeitalter noch eine Spur intensiver: „Ihr werdet keineswegs sterben, ihr werdet sein wie Gott“ (1.Mose 2,5).
Die Printausgabe von „factum“ thematisiert in seiner Ausgabe 2/2010 die kommende Entwicklung hin zum „Internet der Dinge“.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2009 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |