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CERN-Beschleuniger wird ein Jahr stillgelegt

(10. März 2010/fa.) - Der Teilchenbeschleuniger LHC am Genfer Kernforschungszentrum CERN muss Ende 2011 aus «Sicherheitsgründen» für ein Jahr abgestellt werden.

Die Diskussionen um den LHC reissen nicht ab. Offensichtlich ist die Sicherheitsproblematik doch grösser, als bislang zugegeben. Die BBC berichtet nun, dass die Teilchenschleuder während eines ganzen Jahres kaltgestellt wird.

Die Abschaltung werde Ende 2011 erfolgen, erklärte Steve Myers, der zuständige Direktor am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf.

Der Ringtunnel müsse aus «Sicherheitsgründen» nachgerüstet werden. Erst danach könne der Beschleuniger sein volles Potenzial erreichen, sagte Myers der BBC. Bereits kurz nach dem Start im September 2008 musste der LHC wegen eines schweren Schadens im Kühlsystem für mehr als ein Jahr stillgelegt und für 40 Millionen Franken repariert werden.

Mit dem LHC stosse man an technologische Grenzen, sagte Myers weiter. Konkret geht es um die Kupferummantelungen der supraleitenden Verbindungen im 27 Kilometer langen Tunnel. Diese dienen als Sicherheitsmechanismus für den Fall, dass einer der Magnete im LHC überhitzt.
Abgeschaltet wird der LHC aber erst in gut zwei Jahren.

Denn vorher will man am CERN noch einen Weltrekord aufstellen und die Protonen mit weit höherer Energie durch die Röhre jagen, als es jemals zuvor gemacht wurde. Die Kernforscher erhoffen sich davon praktische Erkenntnisse etwa über die Beschaffenheit der «dunklen Materie», die den grössten Teil der Masse im Universum ausmachen soll, aber noch nie nachgewiesen werden konnte.

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