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Der erste Atemzug
(12. März 2010/rjg.) – Die erste Herztransplantation war eine Sensation. Doch was jedes Mal bei der Geburt im Körper eines Kindes abläuft, ist enorm viel komplexer, schlicht ein Wunder.
Im Jahr 1967 nahm Dr. Christiaan Barnard die erste Herztransplantation vor. Damals staunte die Menschheit, dass man nicht nur jemandem das Herz herausoperiert hatte, sondern zudem das stillstehende Herz eines anderen Menschen einsetzte und dieses wieder in Gang brachte, und zwar so, dass der Patient weiterleben konnte. Es folgte eine jahrelange Entwicklung mit raffinierten Versuchen, die schliesslich zur Konstruktion einer Herz-Lungen-Maschine führte. Sie sorgt für die Zirkulation des Blutes und versorgt an Stelle der Lunge den Patienten mit Sauerstoff.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit lag 1967 zur selben Zeit im selben Spital, in dem Dr. Barnard operierte, in einer anderen Abteilung eine junge Mutter, die gerade ein Kind zur Welt brachte. Ihr Neugeborenes hatte soeben eine ähnliche Erfahrung gemacht wie ein Herzoperierter, und zwar mit einer viel besseren «Lungenmaschine». Allerdings hielt es kein Journalist für wichtig, darüber zu berichten. Während Dr. Barnards Operation ein grosser Fortschritt menschlicher Forschung und Tatkraft war, ist die Geburt eines Kindes etwas «Normales». Sie gilt als so gewöhnlich, dass man leicht übersieht, was dabei geschieht. mehr...
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