Parteiausschluss für "homophoben" Abgeordneten
(29. April 2010/tl.) – Wenige Tage vor der Parlamentswahl haben die britischen Konservativen einen ihrer Kandidaten aus der Partei ausgeschlossen. Äusserungen von ihm waren als „schwulen- und lesbenfeindlich“ bewertet worden.
Der Kandidat der schottischen Torries für North Ayrshire and Arran, Philip Lardner, ein Lehrer, hatte auf seiner Internetseite geäussert, dass staatliche Stellen nicht die Homosexualität fördern sollten. Als Abgeordneter würde er sich im Unterhaus im Falle seiner Wahl dafür einsetzen, dass in den Schulen Homosexualität nicht als „normales Verhalten“ gelehrt und als gleichwertiger Lebensstil zu einer traditionellen Ehe bezeichnet werde.
Das war der Parteispitze, wenige Tage vor den Unterhauswahlen, zuviel. Wegen seiner Ansichten über Homosexualität wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Der Chef der britischen Tories, Andrew Fulton, bezeichnete die Äusserungen von Lardner als „zutiefst verletzend und inakzeptabel“.
Auf seiner Internetseite schrieb Philip Lardner, dass er sich jederzeit dafür einsetzen werde, dass Homosexuelle mit Respekt behandelt würden und dass sie das Recht haben, ihren privaten Lebensstil frei zu wählen.
Wogegen er sich wende sei, dass öffentliche Körperschaften Homosexualität fördern. Toleranz und Verständnis sei das eine, so Philip Lardner, staatliche Förderung von Homosexualität aber etwas ganz anderes.
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