"Recht auf Leben": Kundgebung in Nürnberg
(15. Juli 2010/tl.) – Unter dem Motto „Für das Leben“ findet am Samstag, 17. Juli, in Nürnberg eine Kundgebung und ein Schweigemarsch statt. Verschiedene christliche Gruppierungen aus der Region, die sich gegen Abtreibung engagieren und Frauen, die in eine Notlage geraten sind, Unterstützung anbieten, haben sich zum Aktionskreis „Weisser Friede“ zusammengeschlossen. Sie laden zu dieser Veranstaltung ein und hoffen auf viele Teilnehmer und Unterstützung.
Die Veranstalter rufen Menschen aus nah und fern, die das Anliegen teilen, dazu auf, nach Nürnberg zu kommen und durch die Teilnahme an der Kundgebung ein Zeichen zu setzen. Die Kundgebung beginnt um 10.30 Uhr vor der Lorenzkirche, die sieben Minuten Fussweg vom Hauptbahnhof entfernt liegt. An die Kundgebung schliesst sich ein Schweigemarsch durch die Innenstadt zum Jakobsplatz an.
Vor der Kirche sollen 1000 Paar Kinderschuhe aufgebaut werden, um an die vielen Menschenleben zu erinnern, die durch Abtreibung verhindert werden. Die Veranstalter rechnen mit 300 bis 400 Teilnehmern aus verschiedenen Kirchengemeinden und verschiedener Konfession.
Die Veranstaltung soll nicht nur die Praxis der Abtreibung anklagen, sondern vielmehr ein „Fest des Lebens“ sein, auf dem auch ein anderer Weg gezeigt wird und über Hilfsangebote für Frauen, die ungewollt schwanger sind, informiert wird. Der „düsteren Todeskultur“ der vielfachen Abtreibungen möchte der „Weisse Friede“ mit der Veranstaltung die schönen Seiten des Lebens und ein Engagement für das Leben entgegensetzen. Ein buntes Rahmenprogramm wird dieses Anliegen verdeutlichen. Es wird auch eine Ausstellung mit mehr als 100 Postern zum Thema gezeigt.
Der „Weisse Friede“ fordert „das Menschenrecht für alle wehrlosen, unschuldigen Kinder im Mutterleib“. Das Lebensrecht des Menschen stehe „über den Interessen der Wissenschaft und Industrie“. Der "Weisse Frieden" ist ein Zusammenschluss christlicher Lebensrechtsgruppen, die in der Öffentlichkeit gemeinsam für das Lebensrecht ungeborener Kinder eintreten — und über die Folgen von Abtreibungen auch für die betroffenen Frauen informieren.
Oft wissen die betroffenen Frauen nicht, so die Erfahrung, die der Weisse Ring in seiner Arbeit macht, dass nach einer „Abtreibung“ viel grössere Probleme auf sie zukommen können. So leiden Frauen nach einer Abtreibung durch verdrängte Schuldgefühle. Spätere Depressionen, Ängste und schwere seelische Erkrankungen sind eine häufige Folgeerscheinung von Abtreibungen.
Der Aktionskreis „Weisser Friede“ hilft ungewollt schwangeren Frauen in ihrer schwierigen Situation ihr Kind anzunehmen oder nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Damit sie diese Entscheidung in Ruhe und ohne Druck durch Angehörige oder den Partner treffen können, bieten sie konkrete Hilfen und Beratung an.
Die Veranstalten bitten, ihr Anliegen zu unterstützen und die Aktionstage bekannt zu machen. Das könne etwa dadurch geschehen, dass im Bekanntenkreis und in der Gemeinde auf die Veranstaltung hingewiesen oder dass dafür gebetet wird.
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