Iranische Bedrohung: Die Zeit läuft aus
(20. Juli 2010/fa.) – Einer Analyse des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) an der Universität Tel Aviv zufolge spitzt sich der internationale Konflikt um das iranische Atomprogramm zu. Bei der Betrachtung der jüngsten Forschritte der Islamischen Republik bei der Urananreicherung kommen die Wissenschaftler zu einer pessimistischen Bewertung der Frage, ob eine iranische Atombombe noch verhindert werden kann.
„Wenn es keine weiteren Sanktionsresolutionen gibt und die gegenwärtigen Sanktionen keine wirklich lähmende Wirkung zeigen, wird der Iran mit der Anreicherung immer grösserer Mengen von Uran fortfahren und Uran bis zu militärisch verwendbarem Grad anzureichern. Der Iran wird weiter auf Zeit spielen, sich in der Erkenntnis sicher wiegend, dass der US-Präsident nicht ernstlich eine militärische Aktion erwägt. Das ist die Einschätzung des Instituts für Nationale Sicherheitsfragen der Universität Tel Aviv.
Die Aussichten, dass der Iran der internationalen Forderung, die Urananreicherungsaktivitäten zumindest auszusetzen, nachgibt, sind nach Einschätzung der Fachleute sehr gering. Ob die USA sich näher auf eine Militäraktion zubewegen, bleibe Spekulation.
Die umfassende Einschätzung der Lage und ihrer Dynamik zeige aber; dass sich die gegenwärtige Phase des politischen Prozesses ihrem Ende zuneige.
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