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Haiti: Hoffnung für amputierte Erdbebenopfer

(22. Juli 2010/fa.) – Die Hilfsorganisation LandsAid e.V. wird gemeinsam mit dem israelischen Magen David Adom (MDA), dem israelischen Pendant zum Roten Kreuz und dem Haitianischen Roten Kreuz (HRC) eine orthopädische Werkstatt in Port-au-Prince, Haiti, betreiben. Hier sollen für die Opfer des verheerenden Erdbebens Prothesen hergestellt werden. Tausende Menschen in Haiti, die Gliedmassen verloren haben, sind bislang nicht entsprechend medizinisch versorgt.

Die Werkstatt wird an das General Hospital, das grösste Krankenhaus in Port-au-Prince, angebunden sein. „Besser konnten wir die Ressourcen in Haiti nicht bündeln und - trotz der widrigen Umstände in diesem Land - die langfristige Nutzung unserer Werkstatt sichern. Damit haben wir die Grundlage für eine nationale Prothesenwerkstatt geschaffen“, erklärt der Geschäftsführer von LandsAid, Dirk Growe.

Die Werkstatt selbst ist bereits verschifft und wird am 1. August in Port-au-Prince ankommen. „Damit die Menschen sich wieder umarmen und Kinder wieder rennen können“, so Hans Musswessels, LandsAid-Vorstandsvorsitzender und Initiator des Projekts, hat sich LandsAid – neben der medizinischen Hilfe in mobilen Kliniken - auch für die nach aktuellen Schätzungen 4.000 bis 9.000 von Amputationen Betroffenen in Haiti stark gemacht.

Die komplette Werkstatt, sämtliche Ersatzgliedmassen und Techniker für den Aufbau sowie für den Betrieb in den ersten Monaten werden von LandsAid gestellt. Das israelische Magen David Adom, das die Physiologische Abteilung am General Hospital führt, hat sich verpflichtet, in den nächsten Jahren die benötigten Orthopädie-Techniker zu stellen. Israelische Hilfskräfte waren mit als erste vor Ort, nachdem das Erdbeben Haiti erschüttert hatte. Es werden junge Haitianer ausgebildet, damit sie die orthopädietechnischen Arbeiten in Zukunft selbstständig bewältigen können.

Das haitianische Rote Kreuz beteiligt sich mit dem Gebäude an der Zusammenarbeit und sorgt für die weitere Infrastruktur. Die Kooperation soll zweieinhalb Jahre dauern. Nach Ablauf der zweieinhalbjährigen Kooperation wird die Werkstatt in die Verantwortung des haitianischen Roten Kreuz und des General Hospitals übergehen.



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