New York: Grossdemo gegen Ground-Zero-Moschee
28. Juli 2010/tl.) – Der Widerstand gegen den Bau einer Grossmoschee unweit des Ground Zero Arreals in New York City wächst. Aber er findet in den amerikanischen Medien wenig Beachtung. Keine der grossen Fernsehstationen berichtete über eine Protestdemonstration, zu der aus den ganzen USA Teilnehmer angereist waren.
Für viele Amerikaner ist Ground Zero noch immer eine offene Wunde. Sie verloren bei dem beispiellosen Massenmord vom elften September hier Angehörige. Damit, dass jetzt hier eine elfstöckige Moschee gebaut werden soll, sind sie nicht einverstanden. Sie empfinden den Bau einer Moschee unweit der Stelle, die sie als einen Ort des Gedenkens und an eine Grabstätte wahrnehmen, als einen endgültigen Sieg der islamischen Täter und eine Verhöhnung der Opfer.
Die politischen Entscheidungsträger sehen das anders. New Yorks Bürgermeister Bloomberg befürwortet die Moschee. Nach dem Stadtparlament hat auch der Finanzausschuss der Bezirksbehörde Manhattan grünes Licht gegeben. Es fehlt nur noch die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde.
Nach Angaben der New Yorker Polizei waren 5000 Teilnehmer zu der Demonstration gekommen. Die Veranstalter sprachen von der doppelten Menge und verwiesen darauf, dass die Menschenmenge die Polizeiabsperrungen überflutet hatte und zweieinhalb Strassenblocks und die angrenzenden Flächen einnahm.
Es waren auch Angehörige von Ermordeten darunter, die Fotos der Menschen in Händen hielten, die hier getötet wurden. In den Ansprachen und auf selbst gefertigten Transparenten und Schildern wurden die Muslime aufgefordert Rücksicht zu üben und die Empfindungen der Amerikaner zu achten.
Die Vorstellung, dass der Ruf, der am elften September in den Cockpits erschallte, „Allahu Akhbar“, nun an gleicher Stelle mehrmals am Tag erklingen könnte, bezeichnete ein Gegner des Moscheebaus als „unerträglich“. Die Botschaft auf dem Schild eines der Demonstranten richtete sich direkt an die Muslime: „Zeigt Toleranz. Baut Kirchen in Saudi Arabien“. Die amerikanischen Medien nahmen kaum Notiz von der Demonstration. Keine der grossen Fernsehstationen berichtete über das Ereignis.
Pamela Geller, eine der Rednerinnen auf der Protestkundgebung sagte: „Wir sollen keine Mohammed-Cartoons drucken, wir sollen den Propheten nicht beim Namen nennen. Aber nun sollen wir einen Schrein hinnehmen, der ausgerechnet jener Ideologie huldigt, die die Attentäter inspirierte." Man wolle, so fordert Geller, "lediglich etwas Sensibilität auf Seiten der Muslime.
Dass die muslimischen Bauherren trotz der Gefühle, die der Bau der Moschee bei den Angehörigen der Opfer und vielen Amerikanern auslöst, so beharrlich an ihren Plänen festhalten wertete sie als Ausdruck einer offensiven Einstellung.
Das Gebäude hier errichten zu wollen, am Ort des islamischen Massakers, ist für die Sprecherin des Aktionskomitees ein Ausdruck islamischen Eroberungswillens. Das zeige der Blick auf die Geschichte des Islam.
Pamela Geller erinnerte an das Schicksal der Hagia Sofia in der Türkei, die einst eine der bedeutendsten Kirchen war und an die Al-Quds Moschee in Jerusalem, die ausgerechnet auf dem Tempelberg errichtet wurde, dem zentralen und bedeutsamsten Ort des Judentums, einem wichtigen Ort auch für das Christentum. Hier, wo jetzt die Moschee mit der goldenen Kuppel sich triumphierend über den Ruinen des Tempels erhebt, hatte Jesus in der Synagoge gelehrt.
Der Name der Moschee soll „The Cordoba House“ sein und erinnert damit an die gewaltsame Eroberung Spaniens. „Wir müssen standhaft bleiben“, sagte Pamela Geller in ihrer Ansprache: „Nicht hier! Wir sagen Nein!“. Der Widerstand gegen die Moschee organisiert sich zunehmend und hat mittlerweile eine landesweite Dimension.
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