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Syrien schliesst evangelikale Hausgemeinden

(29.September 2010/idea) – Im Norden Syriens sind mindestens acht evangelikale Hausgemeinden staatlich geschlossen worden. Sie befinden sich unter anderem in der Hafenstadt Latakia sowie in Tartus, Homs und Wadi Al-Nasara.

Wie die christliche Menschenrechtsorganisation International Christian Concern (ICC/Washington) mitteilt, handle es sich unter anderem um baptistische Gemeinschaften.

Der Staat begründe sein Vorgehen gegen die Hausgemeinden juristisch: Nach dem Gesetz dürften Christen nur in Gebäuden Gottesdienste feiern, die als Kirchen zu erkennen sind.

Die evangelikalen Gemeinden seien jedoch meist zu klein und finanzschwach, um sich solche Häuser leisten zu können. Sie mieteten vielfach Wohnungen an und nutzten sie als Gottesdienststätten.

Bisher hat die christliche Minderheit in Syrien laut ICC vergleichsweise grosse Religionsfreiheit genossen. Die Regierung gehe jedoch verstärkt gegen alle religiösen Aktivitäten vor, die sie als extrem einstufe, gleichgültig ob islamisch oder christlich.

Viele Evangelikale seien überzeugt, dass die Durchsetzung des Gesetzes nur als Vorwand diene, um die Religionsausübung von Evangelikalen zu beschneiden.

Die Arabische Republik Syrien wird sozialistisch-volksdemokratisch regiert; an der Spitze steht Präsident Bashar al-Assad (Damaskus). Etwa 75 Prozent der rund 20 Millionen Einwohner sind Muslime. 15 Prozent sind Christen, überwiegend Mitglieder orthodoxer Kirchen. Evangelikale bilden kleine Gruppen. Der Rest gehört anderen Religionsgemeinschaften an.



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