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Sonntag der verfolgten Kirche

(12. November 2010/th.) - Die Religionsfreiheit wird in vielen Ländern missachtet und Millionen Menschen werden wegen ihres Glaubens schwer diskriminiert oder gar verfolgt. Der Sonntag der verfolgten Kirche richtet den Blick auf die verfolgten Christen.

Am 6. Januar werden in einer koptischen Kirche in Oberägypten sieben orthodoxe Christen beim Verlassen der Kirche brutal niedergeschossen. Im März überfallen muslimische Einheiten in ethnisch-religiösen Konflikten in Nordnigeria christliche Dörfer und töten 500 Menschen. Und am 31. Oktober wird in Bagdad (Irak) während des Sonntagsgottesdiensts eine grosse katholische Kirche überfallen. Bei der blutigen Geiselnahme kommen 37 Gläubige und 8 Sicherheitskräfte ums Leben. Es sind dies drei Beispiele von vielen. Diskriminierung und Verfolgung von Gläubigen ist nach wie vor eine erschreckende Realität in vielen Ländern. Christen sind davon am meisten betroffen.

Daran soll am Sonntag der Verfolgten Kirche erinnert werden, der am 14. November 2010 zum 12. Mal in manchen Schweizer Kirchen begangen wird. Im Fokus stehen diesmal neben Ägypten insbesondere die Länder Iran und Nordkorea. Die beiden Länder stehen an der Spitze der Liste über Christenverfolgung. Während im Iran das 2008 erlassene Apostasiegesetz den Tod für Konvertiten vorsieht, die vom Islam zum Christentum übertreten, wird in Nordkorea grundsätzlich jeglicher Glaube verfolgt.

Der Sonntag der Verfolgten Kirche ist die Schweizer Fassung eines internationalen Gebetstags der weltweiten evangelischen Allianz (WEA). Mit speziellen Predigtgedanken, Informationen und mit Gebet soll eine Solidarität zu den verfolgten Christen bekundet werden. Zu diesem Zweck hat die Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit eine Arbeitsmappe zusammengestellt. Diese kann auf der Webseite der sieben unter dem Dach der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) zusammengeschlossene Organisationen heruntergeladen werden.

Insbesondere in islamischen Ländern gibt es keine Religionsfreiheit für Christen. Diese werden dort unterdrückt, diskriminiert und verfolgt. Derzeit kann eine Petition für Religionsfreiheit in islamischen Ländern unterschrieben werden. Sie wird von den Menschenrechtsorganisationen der SEA-Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit getragen. Diese Petition soll am 10. Dezember, am Tag der Menschenrechte, dem Bundesrat übergeben werden.



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