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Rückführung: Äthiopische Juden kommen nach Israel

(16. November 2010/fa) – Die israelische Regierung hat beschlossen, auch die restlichen Äthiopier, die zu ihrem ursprünglich jüdischen Glauben zurückkehren wollen, nach Israel zu bringen.

Als Gründe für diesen Entscheid nannte ein Pressesprecher „humanitäre und religiöse“ Gründe. Gegenwärtig leben viele der knapp 8000 Äthiopier jüdischer Abstammung, der so genannten Falashmura, in ärmlichen Verhältnissen in Flüchtlingslagern.

Durch die Rückführung soll die Einrichtung weiterer Flüchtlingslager überflüssig werden. In den nächsten Monaten werden 600 einreiseberechtigte Falashmura in Israel eintreffen. Das sind Menschen, die nach mütterlicher Abstammung jüdisch sind und in Israel zu ihrem Glauben zurückkehren wollen und solche, die Verwandte in Israel haben und einen Antrag auf Familienzusammenführung gestellt haben.

Die Überführung der verbliebenen Falashmura nach Israel soll innerhalb der nächsten vier Jahre stattfinden. Es ist geplant, nachdem jetzt mehrere hundert von ihnen nach Israel einreisen, jeden Monat etwa 200 von ihnen nach Israel zu bringen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, dass die Regierung jetzt eine Lösung anstrebe, da in Äthiopien „tatsächlich eine komplexe humanitäre Krise“ bestehe. Während seiner bisherigen Amtszeit seien bislang 5000 Falashmura nach Israel gebracht worden. Man sei im Gespräch mit allen relevanten Stellen um einen guten Weg zu finden. „Wir haben als Juden, als das israelische Volk, die moralische Verpflichtung, eine Lösung zu finden“, sagte Benjamin Netanjahu.

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