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Eurozone in der Zerreissprobe
(19. November 2010/fa.) – Immer mehr Ökonomen meinen, dass der Euro längerfristig nicht zu halten ist. Sie sehen die Zerschlagung der Währungsunion kommen.
Die überschuldeten EU-Staaten, aktuell Griechenland und Irland, stürzen die EU-Währungsunion in eine Zerreissprobe. Kenner wie der Schweizer Ökonom Urs Birchler sagen sogar offen: „Der Euro ist längerfristig kaum haltbar.“ Gegenüber „20Minuten“ meinte er, in Zukunft mache eine Aufteilung der Währungsunion Sinn. Bei verschuldeten Staaten gebe es nur zwei Möglichkeiten: Man schnürt weitere Schuldenpakete oder man schliesst einen Staat aus der EU aus.
Der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann ist sogar überzeugt, dass derartige Zerschlagungspläne bereits existieren. «Es traut sich nur niemand, öffentlich darüber zu reden, weil ein Währungswechsel im Überraschungsmoment geschehen muss.»
Dann, so Ernst Baltensperger, Leiter des Studienzentrums der Schweizerischen Nationalbank, könnten stabile Länder wie Deutschland und Holland einen neuen «Super-Euro» formen.
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