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Gebetsmarsch für das Leben massiv gestört
(14. März 2011/idea) – Nur mit massiver Polizeiunterstützung konnte ein „Gebetszug für das Leben“ am 12. März in Münster stattfinden.
Auf Einladung der Lebensrechtsinitiative EuroProLife (München) waren etwa 150 Christen zusammengekommen, um unter dem Motto „1.000 Kreuze für das Leben“ mit weissen Holzkreuzen als Zeichen der Trauer über vorgeburtlich getötete Kinder durch die Stadt zu ziehen und zu beten.
Eine etwa gleich grosse Anzahl von Kundgebungsgegnern empfing die Lebensrechtler am Startpunkt des Gebetsmarsches und kesselte sie ein. Nur durch massiven Polizeieinsatz konnte der Marsch mit einstündiger Verspätung beginnen. Drei Polizeibeamte wurden von Gegendemonstranten tätlich angegriffen, in einem Fall setzte die Polizei Pfefferspray ein, berichtete Polizeihauptkommissar Jan Schabacker (Münster). Die drei Angreifer müssen mit Strafverfahren rechnen. Auch für rund 100 weitere Störer, deren Personalien festgestellt wurden, könnte die Aktion rechtliche Konsequenzen haben.
Der Gebetsmarsch wurde auf seinem Weg durch die Innenstadt von Münster mit lautstarken Protesten und Parolen wie „Kein Volk, kein Staat, kein Patriarchat“ begleitet. Teilnehmer seien mit Konfettibomben und Kondomen beworfen worden, insgesamt aber habe die Polizei die Störer „professionell abgeschirmt“, sagte der örtliche Koordinator des Marsches, Klaus Hengstebeck (Münster). Die Veranstaltung sei ein wichtiges christliches Zeugnis gewesen und habe wirksam auf das Anliegen des Lebensrechtsschutzes aufmerksam gemacht. Während des Marsches hätten sich die Teilnehmer hingekniet und auch für ihre Gegner gebetet.
EuroProLife hatte bereits in Salzburg (2008) und München (2008 und 2009) Gebetszüge unter dem Motto „1.000 Kreuze für das Leben“ veranstaltet. Sie sind nicht zu verwechseln mit dem „Marsch für das Leben“, der jährlich vom Bundesverband Lebensrecht in Berlin veranstaltet wird und dessen Teilnehmer ebenfalls weisse Holzkreuze tragen. EuroProLife gehört der 14 Mitgliedsverbände zählenden Dachorganisation der Lebensrechtsinitiativen nicht an.
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