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Äthiopien: Hunderte Christen wurden vertrieben
(24. März 2011/fa.) – Hunderte Christen aus der äthiopischen Jimma-Zone sind aus ihren Dörfern geflohen. Anfang März war es in der überwiegend von Muslimen bewohnten Region zu gewaltsamen Angriffen gekommen.
Zahlreiche Häuser von Christen und Kirchen wurden völlig zerstört. Lokale Kirchen unterstützen die Vertriebenen, doch seien sie angesichts der vielen Flüchtlinge an ihre Grenzen gekommen, berichtete eine Mitarbeiterin des christlichen Hilfswerks Open Doors aus Jimma.
In Jimma-Stadt im Westen des ostafrikanischen Landes nahmen lokale Kirchen die erschöpften und traumatisierten Menschen in Empfang und versorgten sie mit Essen und Unterkünften. Viele von ihnen, darunter Mütter mit Kindern, waren mehr als fünf Stunden zu Fuss unterwegs gewesen.
Mitarbeiter des Hilfswerkes für verfolgte Christen Open Doors berichteten von den Zuständen vor Ort. Eine Mitaerbeiterin berichtete: „Es war herzergreifend zu sehen, wie liebevoll und fürsorglich die Helfer sich um die Menschen kümmern.“ Zum Ausbruch der sich ausbreitenden Angriffe kam es am 2. März, nachdem Muslime einen Christen beschuldigt hatten, einen Koran zerrissen zu haben.
Binnen fünf Tagen sind in und um Asendabo in der Jimma-Zone ein Christ getötet und Tausende verletzt worden. Nach Schätzungen von Kirchenleitern sollen an den Angriffen etwa 15000 Muslimen beteiligt gewesen sein. Sie verübten Brandanschläge auf 49 Kirchen und mindestens 28 Häuser. Etwa 4.000 Christen flohen in verschiedene Ortschaften.
„Wir haben Essen und Trinkwasser nach Ako gebracht“, so ein anderer Pastor aus Jimma. „Wir tun, was wir können, doch es sind so viele und wir sind hier in Jimma an unsere Grenzen gekommen.“ Derzeit ist es zu keinen weiteren Übergriffen in der Region gekommen. Kirchenleiter glauben nicht an eine Beruhigung der Lage.
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