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Deutschland: Imame als Religionslehrer
(14. April 2011/fa.) - 700.000 muslimische Kinder und Jugendliche gehen derzeit in Deutschland zur Schule. Jetzt fordert Bildungsministerin Annette Schavan, islamische Geistliche ähnlich wie christliche Pfarrer in der Schule anzustellen.
Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) hat vorgeschlagen, islamische Geistliche zum Religionsunterricht an Schulen zuzulassen. Sie könnten ähnlich wie christliche Pfarrer mit einer halben Stelle eine "Anstellung in der Schule finden", sagte Schavan der Wochenzeitung "Die Zeit". Sie setzt allerdings voraus, dass die Imame zuvor an einer deutschen Universität akademisch ausgebildet wurden. An den Universitäten in Tübingen, Erlangen und den Doppelstandorten Osnabrück und Münster sind derzeit vier neue Institute für islamische Studien im Aufbau. Schavans Ministerium fördert die Studiengänge an jedem dieser Standorte während fünf Jahren mit bis zu vier Millionen Euro aus Bundesmitteln. Dabei müssten diese Lehrstühle strikt wissenschaftlich ausgerichtet sein, forderte die Bildungsministerin, die selbst Theologie studiert hat.
Schavan sagte, sie fasziniere an den Muslimen die „selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben". Manch ein Christ würde bereits "ein Anzeichen von Fundamentalismus" darin sehen, wenn jemand in der Öffentlichkeit bete. Es gefalle ihr, dass Muslime „nicht meinen, ihre Religion verstecken zu müssen“.
Um flächendeckend islamischen Religionsunterricht anzubieten, würden ungefähr 2000 Lehrer benötigt. Spätestens mit ihrer Einführung wäre der Islam endgültig in Deutschland angekommen.
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