Kontakt   Newsletter   Impressum
   

    factum online RSS
  Infos zum RSS-Feed

Christliche Mediziner für Verbot der PID

(15. April 2011/idea) – Vor einer Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Mediziner (ACM) gewarnt. Ein solcher Schritt würde einer Abschaffung umfassenden Lebensschutzes weiter Vorschub leisten.

Die ACM ist eine Fachgruppe von Ärzten aus Landes- und Freikirchen innerhalb der Akademikerarbeit der SMD (Studentenmission in Deutschland).

Bei der PID wird ein künstlich erzeugter Embryo auf genetische Defekte untersucht, ehe er einer Frau eingepflanzt wird. Ergibt die Untersuchung, dass der Embryo möglicherweise genetisch geschädigt ist, wird er vernichtet. Kritiker sprechen deshalb von einer Selektion sogenannten „unwerten Lebens“.

In der ACM-Stellungnahme dazu heisst es, jedem Menschen komme eine unantastbare Würde zu, auch den Kranken und Behinderten: Sie „sind zu akzeptieren, nicht zu selektieren oder zu diskriminieren“. Demgegenüber entwickele sich in der Gesellschaft zunehmend die Position, dass die Würde des Menschen und damit seine Schutzwürdigkeit wesentlich von anderen Kriterien abhängig sei. Deren Definition bleibe der Mehrheitsmeinung überlassen: „Somit führt diese Haltung früher oder später zwangsläufig zu einer Diktatur der Selbstbestimmten über die, die keine Stimme haben.“

Die ACM ruft den Gesetzgeber auf, im Sinne des Lebensschutzes die Bedingungen für das Leben Kranker und Behinderter zu verbessern. Abschliessend heisst es: „Die Humanität einer Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit den chronisch kranken, behinderten und pflegebedürftigen Menschen umgeht.“

Den Vorstand der ACM, die nach eigenen Angaben rund 200 Mitglieder hat, bilden die Ärzte Prof. Inge Scharrer (Mainz), Andrea Lau (Itzehoe) und Eckhard Piegsa (Bremen).

zurück

Das aktuelle Heft:
factum 3/2012


factum 3/2012
factum-Abo
efactum-App
Mithelfen und fördern!
ethos – suchen, finden, leben