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Aufruf zu Gebet für Christen in islamischen Ländern

(03. Mai 2011/fa.) - Nach dem Tod von Al Kaida-Führer Osama Bin Laden werden weltweit Vergeltungsschläge befürchtet. Für Christen in Ländern, in denen Anhänger und Sympathisanten des Terrornetzwerkes operieren, ist diese Gefahr besonders konkret.

Das Open Doors, das sich für verfolgte Christen einsetzt, ruft zu verstärktem Gebet für Christen und christliche Gemeinden in islamisch geprägten Ländern auf.

In acht der zehn ersten Länder im Weltverfolgungsindex von Open Doors gilt das islamische Recht, die Scharia, bzw. ist der Islam die Religion der Mehrheitsgesellschaft. Dazu zählen Afghanistan, Saudi-Arabien, Somalia und der Jemen.

Erst Mitte April haben Al Shabaab-Kämpfer in Somalia einen 21-jährigen Christen erschossen. Dieser Mord hat die Untergrundgemeinden in dem ostafrikanischen Land erneut in Panik versetzt, so ein Informant. Al Shabaab steht dem Terrornetzwerk Al Kaida („die Basis“) nahe.

Anfang Januar haben Kämpfer der Gruppe einer 36-jährigen vierfachen Mutter ebenfalls wegen ihres Wechsels vom Islam zum christlichen Glauben vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten.

„Der Tod von Osama Bin Laden hat zweifellos eine grosse menschliche, politische und militärische Bedeutung, besonders für die Opfer der schrecklichen Gewalt durch Bin Ladens Terrororganisation", sagt Open Doors-Gründer Bruder Andrew. „Doch es gibt andere Al Kaida-Führer, die noch gefährlicher sind. Al Kaida ist eine Bewegung.“

Die Verantwortung von Christen weltweit sei es nun, auch für jene zu beten, die Menschen grausame Gewalt antun und Christen verfolgen. „Wir müssen uns der Frage stellen: Sind wir getrieben vom Wunsch nach Vergeltung oder von Vergebungsbereitschaft?“ Bruder Andrew erinnert hierbei an den biblischen Aufruf: „Segnet, die euch verfolgen, segnet und flucht nicht“ (Römer 12,14).

Für Christen, die Tag für Tag aufgrund ihren Glaubens harscher Verfolgung und Benachteiligung ausgesetzt sind, sei dieser Aufruf eine immense Herausforderung entgegen jeder menschlichen Logik. „Wir dürfen sie nicht allein lassen. Verfolgte Christen, im Besonderen jene, die vom Islam zum christlichen Glauben konvertiert sind, brauchen unsere Hilfe und Stärkung. Beten wir jetzt für sie, damit sie zu Friedensstiftern werden“, appelliert Bruder Andrew.



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