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Griechenland-Krise hat auch moralische Ursachen
(22. Juni 2011/idea) – Die schwere Schuldenkrise Griechenlands hat vor allem moralische Ursachen. Dieser Auffassung ist der Generalsekretär der Griechischen Evangelischen Allianz, Fotis Romeos (Athen).
Korruption und Bestechung seien der Status Quo in Politik und Verwaltung. Ausserdem werde jede zweite Ehe geschieden und jedes Jahr würden über 300.000 ungeborene Kinder in dem rund elf Millionen Einwohner zählenden Land abgetrieben, so Romeos. Gründe dafür lägen in einer „selbstbezogenen Einstellung und dem Bemühen, soviel wie möglich für sich selbst zu bekommen“.
Grundlegende biblische Wahrheiten für ein gelingendes Leben seien in Vergessenheit geraten. Diese Sichtweise der Ursachen für die Krise werde auch von Vertretern der griechisch-orthodoxen Kirche geteilt. Christen hätten in der aktuellen Situation eine grosse Chance, „zu ihren Werten zu stehen und ein positives Beispiel zu geben“. Dies geschehe zum Beispiel dadurch, dass sie sich gegenseitig und auch Bürgern ausserhalb ihrer Gemeinschaften bei Arbeitslosigkeit unterstützten.
Ein anderer wichtiger Bereich sei das missionarisch-diakonische Engagement für Flüchtlinge: Griechenland habe bereits über 800.000 aufgenommen und sei damit überfordert. Von den 11,2 Millionen Einwohnern des Landes sind rund 92 Prozent griechisch-orthodox. Die Zahl der römisch-katholischen Christen liegt bei 120.000. Die etwa 30.000 Protestanten sind meist evangelikal geprägt.
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