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Kubanische Revolution vor dem Aus

(12. Juli 2011/ fa.) Die kubanische Regierung hat zehntausende Staatsangestellte entlassen, um dem drohenden Staatsbankrott zu entgehen. Trotz der ausgeprägten Fähigkeit zur Improvisation im Überlebenskampf gelingt es immer weniger Kubanern über die Runden zu kommen.

Die monatlichen Lebensmittelmarken, die jeder erhält, sind häufig schon nach einer Woche aufgebraucht. Durch eine behutsame Öffnung der Wirtschaft für privates Engagement sollen die arbeitslos Gewordenen die Chance haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Der kubanische Staat ist schon seit vielen Jahren nicht mehr in der Lage, die Bevölkerung zu ernähren. 80 Prozent der Nahrungsmittel müssen importiert werden, das meiste davon aus den USA. Die Zuckerproduktion ist fast zum Erliegen gekommen und beträgt nur noch ein Zehntel der früheren Ernte.

Kuba hat Auslandsschulden in Höhe von 30,4 Milliarden Dollar. Die neuen Selbständigen betreiben Strassenküchen, bieten Touristen Dienstleistungen an oder eröffnen bescheidene Restaurants. Die Steuern und Abgaben, die der Staat auf die Kleinbetriebe erhebt, sind aber so hoch, dass nur wenig übrigbleibt.

Nach wie vor gibt es in Kuba zahlreiche politische Gefangene. Dazu zählte bis vor kurzem auch Pastor Omar Gude. Er war wiederholt gefoltert worden. Nach seiner Freilassung erhielt er ein Predigtverbot, zudem darf er seine Heimatstadt nicht verlassen. In diesem Jahr hat Kuba bereits 18 Dissidenten ins Ausland getrieben.

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