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Machtkampf und Repression
(20.Juli 2011/fa.) – Innen- und aussenpolitisch setzt der Iran auf Konfrontation. Dem Informationsdienst Realité EU zufolge wurden seit Anfang dieses Jahres bereits 200 Menschen hingerichtet. Die Hinrichtung des Christen Youcef Nadarkhani stehe möglicherweise unmittelbar bevor. – (fa.)
Nadarkhani bestätigt, berichtet Realité EU. In iranischen Gefängnissen sitzen zahlreiche Christen ein, die des Abfalls vom Islam angeklagt sind.
Ungeachtet der Konflikte innerhalb der iranischen Führung arbeitet der Iran mit Hochdruck an Rüstungsprojekten und ist auch international sehr aktiv. Gegner Ahmadinedschads um Ajatollah Chamenei arbeiten auf seine Entmachtung hin, mehrere Gefolgsleute Ahmadinedschads wurden unter dem Vorwurf «Abweichung vom Islam» und Korruption verhaftet.
Ende Juni führte der Iran Manöver durch, bei denen Mittel- und Kurzstreckenraketen und unterirdische Raketensilos präsentiert wurden. Parallel zu seinem Atomwaffenprogramm entwickelt Iran ballistische Raketen, deren Reichweite gesteigert wird. Dr. Bruno Tertrais von der Fondation pour la Recherche Stratégique (FRS, Stiftung für strategische Forschung) zufolge betreibt Iran eines der aktivsten und am breitesten gefächerten Raketenprogramme weltweit.
Im Schatten der arabischen Aufstände beschleunigt der Iran sein Atomprogramm und versucht in mehreren Ländern seinen Einfluss zu stärken. Der Iran ist der massgebliche Finanzier der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen. Ausserdem ist er in Syrien, Bahrain, dem Sudan und dem Jemen aktiv.
US-Verteidigungsminister Robert Gates erklärte, dass der Iran im Irak schiitische Muslime mit neuen, tödlicheren Waffen ausrüste und den syrischen Diktator Assad bei der Niederschlagung der Aufstände unterstütze.
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