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Eritrea: Zwei Frauen in Lagerhaft gestorben

(12. August 2011/fa.) – In Eritrea sind zwei junge Christinnen in einem Militärgefängnis offenbar an den Folgen schwerer Misshandlungen gestorben. Das berichtet das christliche Hilfswerk Open Doors.

In dem ostafrikanischen Land herrscht eine brutale Christenverfolgung. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors von einheimischen Christen erfahren hat, erlagen die 23-jährige Hiwet Gebremichel Tesfu und die 27-jährige Zemame Tesfayesus Mehari am 28. Juli den schweren Verletzungen, die ihnen in der Haft beigebracht wurden. Ihre Leichname wurden innerhalb des Lagergeländes begraben.

Eine ärztliche Behandlung war den beiden Frauen verweigert worden. Im April 2009 waren die Frauen in das Militärlager nahe der Stadt Dekemhare im Zentrum des Landes verschleppt worden. Hiwet Gebremichel Tesfu und Zemame Tesfayesus Mehari wurden festgenommen, als sie sich in einem Privathaus in ihrer Heimatstadt zu einem Gebetstreffen versammelt hatten. Dekemhare liegt etwa 15 Kilometer von dem Militärlager entfernt.

Immer wieder erhält Open Doors besorgniserregende Nachrichten über die Situation der Christen in dem abgeschotteten Land. Eritrea steht auf Platz 12 des Weltverfolgungsindex. Das diktatorische Regime hält an seinem scharfen Kurs gegen Christen fest, die sich ausserhalb staatlich genehmigter Kirchen versammeln.

Vor neun Jahren verbot Präsident Afewerki die meisten Konfessionen und Kirchen. Anerkannt sind nur die Eritreisch-Orthodoxe, die Katholische sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam. Wer sich ausserhalb dieser Gemeinschaften versammelt, etwa in Privathäusern, kann deshalb verhaftet, inhaftiert und gefoltert werden. Auch werden gefangene Christen bedrängt, ihren Glauben zu verleugnen.

Wie einheimische Kirchenleiter Open Doors berichteten, sind derzeit nahezu 1.500 Christen in Militärlagern, unterirdischen Zellen und Frachtcontainern eingesperrt. Dort sind sie Folter und Misshandlung ausgesetzt. Open Doors schätzt, dass seit 2002 mindestens 18 Christen in Lagerhaft verstorben sind. Man muss davon ausgehen, dass noch mehr Christen in dem islamischen Land für ihren Glauben mit dem Leben bezahlen mussten.   

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