|
Israel: Solar-Strassenlicht für Entwicklungsländer
(12. August 2011/fa.) – Die israelische Firma Globe Light and Water Systems (GLW) hat ein eigenständiges Beleuchtungssystem entwickelt, das komplett solarbetrieben ist und jetzt in verschiedenen Entwicklungsländern installiert werden soll.
Die umweltfreundliche Strassenbeleuchtung wurde von der israelischen Firma Globe Light and Water Systems (GLW) entwickelt. Die Beleuchtungseinheiten, die „Orion“ genannt werden, benötigen keinen externen Anschluss an das Stromnetz, sondern lediglich Sonnenlicht, Batterien und LED Lampen, um zu leuchten.
Der Vorsitzende von GLW, Zeev Jakoby, erklärte, dass, anders als bei üblichen Strassenlampen, die immer mit gleicher Helligkeit leuchten, bei den „Orion“-Lampen ein Dimmer eingebaut sei, durch den weiter Energie gespart werden kann. Sobald die Sonnenstrahlen auf die Photovoltaikmodule treffen, wird das interne Batteriesystem aufgeladen, das genug Energie produziert, um die Lampen automatisch nach Sonnenuntergang anzuschalten. In den Abendstunden läuft das System mit hundertprozentiger Leuchtkraft, nachts wird es auf 60% reduziert und beim Morgengrauen wieder erhöht.
In Gegenden, in denen es nur wenig Sonnenlicht gibt, absorbieren „Photovoltaik-Schirme“ die Sonnenenergie aus verschiedenen Winkeln und Richtungen. In vielen Ländern ist die Strassenbeleuchtung ein grosses Problem: Entweder existiert sie gar nicht, was nachts gefährlich ist, oder sie ist sehr instabil, da die Stromversorgung in vielen Entwicklungsländern mangelhaft ist.
Auf Sansibar gab es beispielsweise im vergangenen Jahr fast ein halbes Jahr lang keinen Strom, in Zambia und Angola kam es 2007 zwei bis drei Mal pro Woche zum Stromausfall. Die Beleuchtung durch Solarenergie ist hingegen verlässlich.
Vor zwei Jahren hat GLW angefangen, ihre Beleuchtungstechnologie zu entwickeln, jetzt baut die Firma Systeme für Nigeria, Äthiopien und Kolumbien. Ein weiterer Vorteil der Technologie ist die sehr einfache Instandhaltung. Jakoby zufolge hält eine Batterie fünf Jahre, die Lampe muss alle zwölf Jahre ausgetauscht werden, was mit einem einfachen Handgriff erledigt sei, so Jakoby.
„Wir glauben, dass wir einen Teil zu einer besseren Welt beitragen, indem wir Länder mit einer Technologie versorgen, die es ihnen erlaubt, Zugang zu etwas so Grundlegendem wie Licht zu gewähren“, sagte Jakoby.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |