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«Den Menschen zugewandt»
(9.September 2011/rh) – Detlef Blöcher, Direktor der Deutschen Missionsgemeinschaft, über Mission, Respekt und 6650 Völker ohne christliche Gemeinde.
factum: Dr. Blöcher, Mission scheint anrüchig geworden. Die Verantwortlichen von Missionswerken diskutieren laut darüber, das Wort «Missionar» aus ihrem Vokabular zu streichen und zu ersetzen mit Begriffen wie «interkulturelle Mitarbeiter» oder ähnlichem und zwar als Schutz ihrer missionarisch-diakonisch tätigen Mitarbeiter. Gibt es auch innerhalb der DMG, der Deutschen Missionsgemeinschaft, eine interne «Namensdiskussion»?
Blöcher: Auch wir diskutieren diese Frage, und es gilt stets abzuwägen, ob ein Begriff, der in der Alltagssprache eine andere Bedeutung bekommen hat, verteidigt werden kann, indem man dessen eigentliche Bedeutung neu vermittelt, oder ob er durch einen besseren Begriff ersetzt werden muss.
factum: Das Wort «Missionar» findet sich ja so nicht in der Bibel.
Blöcher: Nein. Die Wörter «Mission» bzw. «Missionar» kommen aus dem Lateinischen, während die Bibel ursprünglich in Griechisch und Hebräisch geschrieben war. Missionar heisst dort schlicht: Gesandter oder Botschafter: Botschafter der Liebe Gottes.
Andererseits ist das Wort «Mission» heute weit verbreitet: Jede Firma hat ihr «Mission Statement»; Teenager laden sich «neue Missionen» für ihr Computerspiel herunter, «Mission Impossible» waren äusserst erfolgreiche Filme und diplomatische Vertretungen bezeichnen sich mit diesem Begriff. All dies spiegelt wider, worum es auch uns Christen geht: Abenteuer mit Gott, eine klare Aufgabe, der Auftrag von Gott, Menschen mit seiner Liebe zu beschenken.
Lesen Sie das ganze Interview in factum 6/2011.
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