Verletzung der Religionsfreiheit
(15. September 2011/idea) – In acht Ländern wird nach Ansicht der US-Regierung die Religionsfreiheit schwer verletzt: in Birma, China, Eritrea, Iran, Nordkorea, Saudi-Arabien, Sudan und Usbekistan.
Die Länder stehen auf einer Liste „besonders besorgniserregender Staaten“, die das Aussenministerium in Washington am 13. September veröffentlicht hat.
Dieselben Staaten hatte auch schon die bis 2009 amtierende Vorgängerregierung von Präsident George W. Bush als grösste Verletzter der Religionsfreiheit angeprangert. In allen erwähnten Ländern sind vor allem Christen Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.
Aussenministerin Hillary Clinton sagte jetzt, religiöse Toleranz sei ein entscheidendes Element für nachhaltige Demokratie und für eine friedliche Gesellschaft, die die Rechte und die Würde jedes Menschen achte.
Die unabhängige US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit würdigte einerseits die Veröffentlichung der aktuellen Liste, andererseits vermisst sie Länder, in denen ebenfalls Menschen wegen ihrer Religion verfolgt oder schwer benachteiligt werden. So fehlten Ägypten, Irak, Nigeria, Pakistan, Turkmenistan und Vietnam, erklärte der Vorsitzende der Kommission, Leonard Leo (Washington).
Die 1998 ins Leben gerufene Kommission veröffentlicht regelmäßig Berichte und empfiehlt der US-Regierung, Sanktionen gegen Länder zu erlassen, in denen die Religionsfreiheit besonders schwer verletzt wird. Die Regierung muss den Empfehlungen aber nicht folgen.
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