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Paget-Krankheit bei Sauriern entdeckt

(12. Oktober 2011/fa.) - Der untersuchte Wirbel des kleinwüchsigen, zweibeinigen Dinosauriers aus Tansania trägt die typischen Spuren der Paget-Krankheit, die von einem masernähnlichen Virus verursacht wird.

Den Paläontologen Florian Witzmann und Oliver Hampe vom Museum für Naturkunde Berlin gelang in Kooperation mit Wissenschaftlern der Charité und des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie eine aufsehenerregende Entdeckung: Sie konnten an einem Wirbel des Dysalotosaurus lettowvorbecki den bisher ältesten Nachweis von Viren erbringen.    

Der Hinweis auf Viren an einem Knochen, dem die Wissenschaftler ein Alter von 150 Millionen Jahren geben, gilt als Sensation, so ein Bericht in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift «Current Biology». Die Knochenerkrankung könne erstmalig als indirekter Beweis für das Vorhandensein von Viren in erdgeschichtlicher Zeit angesehen werden, so die Forscher.    

Die Paget-Krankheit ist eine gutartige Knochenerkrankung, bei der die Knochen sich vergrös­sern, deformieren und immer schwächer werden. Bekannt aus der Humanmedizin ist, dass Viren am Erkrankungsprozess beteiligt sind, möglicherweise in Kombination mit genetischen Defekten.    

Die Paget-Krankheit befällt beim Menschen hauptsächlich den Schädel, die Wirbelsäule und die Beckenknochen. In der Archäologie sind einige Beschreibungen der Paget-Erkrankung an Knochen bis ins Neolithicum (Jungsteinzeit) bekannt. Nur vereinzelt existieren andere Nachweise, z. B. beim Orang-Utan und den Halbaffen. Daher wird dem Nachweis der Paget-Krankheit bei Fossilien aussergewöhnliche Bedeutung beigemessen. Besonders bemerkenswert: Schon bei den Dinosauriern verlief der Infekt nach dem gleichen Muster wie beim Menschen, so die radiologischen Befunde. Nimmt man die herkömmliche Zeitrechnung als gegeben, bedeutet dies, dass die potentiellen Auslöser der Paget-Krankheit, die Paramyxoviren, sich während Millionen von Jahren nicht verändert haben.    

Die Bibel berichtet, dass Krankheit erst durch den Menschen in die Welt kam, und zwar durch die vermessene Entscheidung, das Leben ohne Gott meistern zu wollen. Von daher lässt sich im Rahmen einer biblischen Chronologie aus der Entdeckung folgern, dass Dinosaurier zeitnah mit Menschen die Erde bevölkerten. Aus evolutionskritischer Perspektive kann man zudem fragen, warum sich diese Krankheit nach 150 Millionen Jahren nicht verändert hat und warum sie durch die evolutionäre Höherentwicklung im Laufe von Millionen Jahren nicht längst ausgestorben ist.

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