Türkei nimmt Hilfsangebot aus Israel an
(27. Oktober 2011/fa.) – Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben im Südosten der Türkei hat die türkische Regierung das Hilfsangebot der israelischen Regierung angenommen. Bis gestern hatte Ankara jede Hilfe abgelehnt.
Damit erweckte Ankara den Eindruck, es der iranischen Regierung gleichzutun, die nach einem schweren Erdbeben mit tausenden Toten jede Hilfe aus Israel abgelehnt hatte. Es war dem Regime in Teheran lieber Menschen sterben zu lassen, als Hilfe aus dem jüdischen Staat anzunehmen.
Heute früh startete das erste Flugzeug der israelischen Luftwaffe mit mobilen Notunterkünften und Feldkrankenhäusern. In den nächsten Tagen soll ein Schiff mit einer weitaus grösseren Hilfsladung in die Türkei aufbrechen.
Bereits am Sonntag, direkt nach dem Erdbeben, hat Aussenminister Avigdor Lieberman die Anweisung erteilt, dass Israel sich auf die Entsendung von Hilfe in die Türkei vorbereitet. Präsident Peres rief den türkischen Präsidenten Abdullah Gül an, um Hilfe aus Israel anzubieten. Auch Netanyahu telefonierte mit seinem Amtskollegen und sprach ihm sein Beileid aus.
Nachdem die Türkei gestern das Hilfsangebot angenommen hatte, wies Verteidigungsminister Ehud Barak die israelischen Verteidigungsstreitkräfte an, eine Sonder-Hilfseinheit in die Türkei zu entsenden. Generalstabschef Benny Gantz leitete daraufhin die Vorbereitungen zur Entsendung von Such- und Rettungstrupps ein.
Bei dem Erdbeben in der Türkei haben tausende Menschen ihre Häuser verloren. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hatten sich in den vergangenen Monaten stark verschlechtert. Der israelische Diplomat Alon Liel betonte, humanitäre Belange hätten Vorrang vor Diplomatie: „Im Moment sind dort zehntausende Menschen, die ab morgen Nacht eine Unterkunft brauchen, denn der Winter kommt, und das Wetter dort ist kalt“.
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