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Solidarität mit Israel: Harleyfahrer im Heiligen Land

(9. November 2011/fa.) – 71 amerikanische Christen, darunter mehrere Pastoren und viele Veteranen, bereisten auf eigens nach Israel verschifften Motorrädern das Heilige Land. Sie wollten Stätten von Jesu Wirken besuchen und dem jüdischen Volk und Staat ihre Solidarität ausdrücken. Mit im Gepäck hatten sie medizinische Geräte im Wert von 620 000 US-Dollar.

Der Höhepunkt der Reise war der Augenblick, als die Motoren der schweren Harley-Davidson-Motorräder verstummten. Auf dem Platz vor der Westmauer des ehemaligen Tempels, der so genannten Klagemauer, versammelten sie sich zu einer Gebetsfeier und einem gemeinsamen Abendmahl.

Die amerikanischen Christen beteten, gemeinsam mit israelischen Motorradfahrern die sich ihnen angeschlossen hatten, für die Sicherheit des jüdischen Volkes und des Landes Israel. In Gebeten gedachten sie auch der gefallenen israelischen Soldaten und jenen, die im Krieg verschollen sind, von deren Verbleib man nichts weiss.

„Die Bibel sagt, dass es eine Zeit geben wird, in der Menschen aus den Nationen kommen werden und gemeinsam in Zion anbeten werden“, sagte Paul, der das Abendmahl leitete, „und das ist, was heute geschieht“. An Soldaten, die sie unterwegs auf ihrer zehntägigen Reise trafen, verteilten die Motorradfahrer Handzettel mit Psalm 91, in hebräischer und englischer Sprache. In diesem Psalm (Vers 1: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt, bleibt im Schatten des Allmächtigen.“) geht es unter anderem um die Bewahrung vor Gefahren und feindlichem Angriff.

Organisiert wurde die Reise von dem christlichen Motorrad-Club „Mission M: 25“ aus Amarillo, Texas, in dem viele Kriegsveteranen Mitglied sind. Der Vereinsname nimmt auf Matthäus 25 Bezug, wo es um den Auftrag Gottes an seine Nachfolger geht, den Schwachen und Geächteten beizustehen (V. 40: "Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan."). "Mission M: 25" kümmert sich besonders um Motorradfahrer, aber auch um Obdachlose und um Menschen, die infolge von Schicksalsschlägen aus der Bahn geworfen wurden. Auf der Website der Organisation zeigt sich Charles Denney, Mitglied bei Mission M: 25 überzeugt: "Die Welt braucht, was Matthäus 25 anbietet".

Normalerweise organsiert "Mission M: 25“ Motorradfahrten zur „Vietnam Memorial Wall“ in Washington, um der gefallenen US-Soldaten zu gedenken. Nach ihrer letzten Fahrt zur Memorial Wall hatten einige der Christen den Eindruck, dass es jetzt an der Zeit sei, seine Solidarität mit Israel zu bekunden.

„Wir können uns als Christen hier frei bewegen wo Jesus Christus, unser Herr, gelebt hat. Wir wissen dass es Opfer von Männern und Frauen verlangt ein Land frei zu halten“, erklärte Pastor Gary Burd. Gefragt, warum die erste Auslandsreise von „Mission M: 25“ nach Israel ging, sagte Pastor Burd: „Das ist das von Gott erwählte Volk und wir kamen, um ein Segen zu sein“. Auf der Website von "Mission M: 25" steht: „Wir glauben, dass Amerika durch seine Unterstützung Israels gesegnet ist“.

Wie der israelische TV-Sender 7 Arutz Sheva berichtete, hatten die Harleyfahrer medizinische Geräte im Wert von 620 000 Dollar mitgebracht um das Land zu unterstützen. Zum Schluss der Rundreise schlossen sich den amerikanischen Christen mehr als 100 israelische Harleyfahrer an.

Eine Motorradeskorte der Polizei begleitete den Konvoi nach Jerusalem. Die Rundreise begann in der Hafenstadt Ashdod, wo die Container mit den Motorrädern entladen wurden und führte dann über Tel Aviv, den Berg Carmel und Meggido ins Landesinnere, nach Nazaret, auf die Golanhöhen und zum See Genezareth.

„Als wir ins Tal von Meggido hinabfuhren musste ich an all das denken, was hier geschah und auch an das, was in den Prophetien der Bibel für diese Region vorhergesagt wird“, berichtete Gary Burd einer amerikanischen Journalistin. Bei der Einfahrt in die Altstadt von Jerusalem seien ihm die Tränen gekommen. „Das ist wo König David und all die Grossen umhergingen – Propheten und Könige“.

Haim Gutin, Israels Tourismusbeauftragter für Nord- und Südamerika sagte, er habe nicht geahnt, dass diese Reise so bedeutungsvoll enden würde: „Hierher zu kommen um für Israel zu beten und für die Sicherheit der Soldaten: Das ist grossartig!“



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