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Wie sich die Christenheit entwickelt hat
(20. Dezember 2011/idea) – Die Zahl der Christen weltweit hat sich in den vergangenen 100 Jahren zwar mehr als verdreifacht, aber ihr Anteil an der Weltbevölkerung ist gesunken.
Im Jahr 1910 lebten etwa 600 Millionen Christen auf der Welt; 2010 waren es rund zwei Milliarden. Ihr Bevölkerungsanteil ging in diesem Zeitraum aber von 35 auf 32 Prozent zurück. Das hat vor allem zwei Ursachen: Zum einen wuchs die Weltbevölkerung schneller als die Christenheit, und zum anderen legten nicht-christliche Religionen zu, besonders der Islam. Zu diesem Ergebnis kommt das US-amerikanische Forschungszentrum Pew (Washington) in einem am 19. Dezember veröffentlichten Bericht über die Entwicklung der Christenheit.
Danach hat sich in den vergangenen 100 Jahren eine gewaltige geographische Gewichtsverlagerung der Christenheit ereignet. 1910 waren 93 Prozent aller Christen in Europa und Amerika zu Hause; jetzt sind es noch 63 Prozent.
Der Anteil der Christen an der europäischen Bevölkerung ist von 95 auf 76 Prozent gesunken, in Amerika von 96 auf 86 Prozent.
Gleichzeitig hat sich das Christentum massiv in Afrika südlich der Sahara und im asiatisch-pazifischen Raum ausgebreitet, wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts wenige Christen lebten. Europa ist heute die Heimat von etwa jedem vierten Christen (25,9 Prozent), Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) von 36,8 Prozent, Afrika (südlich der Sahara) von 23,6 Prozent, der asiatisch-pazifische Raum von 13,1 Prozent sowie der Mittlere Osten und Nordafrika von 0,6 Prozent.
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