Iran: Ungewissheit um inhaftierten Pastor
(11. Januar 2012/fa.) – Der iranische Christ Pastor Yousef Nadarkhani, der in einem Gefängnis in Iran einsitzt, weil er vom Islam zum Christentum konvertierte, bleibt in Haft. Ende vergangenen Jahres kam die Hoffnung auf, dass der zum Tod verurteilte Vater von zwei Kindern möglicherweise auf internationalen Druck hin freigelassen wird.
Wie die christliche Hilfsorganisation Christian Solidarity International (CSI) mitteilt, hat der iranische Justizminister Ayatollah Sadegh Larijani das Gericht angewiesen, mit einem Entscheid über das weitere Schicksal von Pastor Nadarkhani bis zu einem Jahr zu warten.
Gegenüber der Menschenrechtsorganisation International Campaign for Human Rights sagte Pastor Nadarkhanis Anwalt, dass diese Anweisung noch nicht offiziell bestätigt sei. Der Anwalt hofft, dass die iranische Regierung mit einer Inhaftierung Nadarkhanis auf unbestimmte Zeit ihr Gesicht wahren will und das Todesurteil nach einigen Monaten in eine Gefängnisstrafe umwandeln wird.
Es könnte aber auch sein, dass Nadarkhani hingerichtet wird, wenn der Fall nicht mehr in den Schlagzeilen der Weltpresse steht. Denkbar ist auch, dass der Pastor durch die Haft mürbe gemacht werden soll in der Hoffnung, dass er dem Glauben an Jesus Christus wieder abschwört.
Pastor Nadarkhani ist seit zehn Jahren in der Hausgemeinden-Bewegung aktiv. Auch seine Frau, Fatimeh Rasindedih, war im Jahr 2010 vier Monate im Gefängnis.
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