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Konflikt um Orthodoxe

(06. Februar 2012/tl./jg.) - In Israel ist ein Konflikt, der lange unter der Oberfläche schwelte, offen ausgebrochen. Der Berichterstattung darüber mangelt es zum Teil sehr an Differenzierung.

Manche Ultraorthodoxe lehnen den Staat Israel ab, weil er nicht vom Messias, sondern von Menschen ausgerufen wurde. Sie hätten es gerne, dass Frauen und Männer in Bussen getrennt sitzen, und wollen, dass auf Werbeplakaten keine Frauen mehr zu sehen sind. Sie wollen der Mehrheit vorschreiben, wie sie zu leben hat, und konnten einige Erfolge erzielen. Der Mehrheitsgesellschaft ist der Konflikt bewusst geworden, sie setzt sich jetzt gegen die orthodoxe Anmassung zur Wehr. Es fanden grosse Demonstrationen und verschiedene Protestaktionen statt.

Es sind nicht alle Orthodoxen so gestrickt wie die Eiferer. Viele Orthodoxe distanzierten sich von den Radikalen, einige kamen sogar zu den Demonstrationen. Viele Orthodoxe sind gelehrsame Gläubige, friedliebend und weltoffen, ebenso dem Wort verbunden wie dem Nächsten zugewandt. Das Bild, das die Presse jetzt vom orthodoxen Judentum zeichnet, hat mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.

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