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Hört auf, Geschichte zu machen!
Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch war einer, der sich von Jesus ansprechen liess. Das hat seine Vorstellung davon geprägt, wie sich der Mensch als geschichtliches Wesen verhalten soll.
(4. August 2012/tl.) Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch (1925–2005) war ein feinsinniger und zugleich scharfer Beobachter der Menschen und der Zeitläufe. Häme und Zynismus waren seine Sache nicht. Er hatte ein Gespür dafür, dass diejenigen, die an der Wirklichkeit leiden, näher an der Wahrheit dran sind als die, die meinen, sich machtvoll über Alles und Alle erheben zu können.
In einem seiner bewegendsten Gedichte brachte er seine Liebe (ja, man muss sagen, das war Liebe) für die Gescheiterten und Elenden zum Ausdruck:
Ich sing für die Verrückten Die seitlich Umgeknickten Die eines Tags nach vorne fallen Und unbemerkt von allen An ihrem Tisch in Küchen sitzen Und keiner Weltanschauung nützen Die tagelang durch Städte streifen Und die Geschichte nicht begreifen
Am Ende des Liedes – Hüsch brachte seine Verse in einer Art Sprechgesang zu Gehör – heisst es:
Ich sing für die Verrückten Die seitlich Umgeknickten Die eines Tags nach vorne fallen Und unbemerkt von allen Sich aus der Schöpfung schleichen Weil Trost und Kraft nicht reichen Und einfach die Geschichte überspringen Für diese Leute will ich singen.
Anders als mancher seiner Kollegen, verfasste er keine vermeintlich geistreich formulierten Postulate darüber, wie die (anderen) Menschen zu leben hätten. Alles Ideologische war ihm zuwider und fremd. Das hat ihn von manchen in dem Milieu entfremdet, die das Kabarett als politisch-sozialpädagogische Volksbelehrung verstanden. Er war auch hier ein Unangepasster. Es ist eigentlich ein kleines Wunder, dass er mit dieser Haltung sein Auskommen haben konnte ...
... lesen Sie den ganzen Bericht in factum 05/2012.
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