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Uralte Larve ist erstaunlich modern
Die fossilen Larven und die modernen Krebse gleichen sich im Körperbau, trotz einer Zeitdifferenz von angeblich 525 Millionen Jahren.
(8. August 2012/rj.) – Nur 0,25 Millimeter sind sie gross: Metanauplius-Larven von Wujicaris muelleri, die ältesten bisher entdeckten Larven von Krebsen aus dem Unterkambrium, der Zeit der sogenannten «kambrischen Explosion». Darüber berichtet eine Arbeitsgruppe um Professor Dieter Waloszek von der Arbeitsgruppe Biosystematische Dokumentation der Universität Ulm. Trotz des datierten Alters von 525 Millionen Jahren erinnert der Körperbau der in China entdeckten Larve von Wujicaris stark an heutige Krebse in diesem Entwicklungsstadium, zum Beispiel an Ruderfüsser oder Seepocken. Wahrscheinlich hatten die Beine der Tiere die gleichen Funktionen in Bezug auf Fortbewegung und Nahrungsfang. Die Konstanz des Körperbaus über so lange Zeit – in der Paläontologie als Stasis bezeichnet – führen die Forscher auf eine entsprechend lang anhaltende Gleichheit der physikalischen Rahmenbedingungen zurück. Für kleine Gliederfüsser unter zwei Millimetern Grösse sei das Wasser, in dem sie leben, zäh wie Honig, was zu speziellen Erfordernissen in der Fortbewegung führe. Die Spezialisierungen ihrer Beine ermöglichten es den Krebslarven, in Bewegung zu bleiben und gleichzeitig Nahrung abzufangen. Die untersuchten Fossilien der in Kalkgestein eingeschlossenen Krebslarven verfügten von Anfang an über optimale Extremitäten, genauso wie die modernen Krebse.
© Studium Integrale Journal 2/2010, S.109–116
Original: Current Biology Volume 20, Issue 12, 22 June 2010, Pages 1075–1079: A Eucrustacean Metanauplius from the Lower Cambrian. Xi-guang Zhang1, Andreas Maas, Joachim T. Haug, David J. Siveter, Dieter Waloszek
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