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Evangelisten erhalten Unterstützung aus Bayern
Das von der sächsischen Kirchenleitung zurückgebundene Evangelisationsteam hat Unterstützung aus Bayern, von der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis (KSBB), erhalten.
(02. August 2012/idea) - Das Evangelisations-Team hatte erklärt, die sächsische Kirchenleitung nicht mehr als geistliche Leitung anzuerkennen. Es begründete seine Haltung damit, dass die Kirchenleitung in Ausnahmefällen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Pfarrhaus genehmigen wolle. Die damit verbundene Anerkennung von Homosexualität widerspreche der Bibel. Daraufhin wurde der Evangelist Lutz Scheufler (Waldenburg bei Zwickau) suspendiert. Dem Evangelisten Andreas Riedel (Vielau bei Zwickau) wurde die Prädikantenerlaubnis entzogen, so dass er keine Gottesdienste mehr leiten darf.
Mit dem Vorgang befasste sich auch die Jahrestagung der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB) vom 13. bis 15. Juli in Riederau am Ammersee. In einem Schreiben an den sächsischen Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) forderten die rund 100 Teilnehmer „Freiheit für die Verkündiger des Evangeliums“. Zugleich wiesen sie den Anspruch der Kirchenleitung zurück, dass kirchliche Mitarbeiter ihrer „geistlichen Leitung" Gehorsam schuldeten. Dabei verwiesen sie auf das für lutherische Kirchen grundlegende Augsburger Bekenntnis, dessen 28. Artikel heute so formuliert werden müsse: „Kein Amtsträger der Kirche darf für sein Amt oder seine Person ‚geistliche Leitung‘ beanspruchen, sondern allein für das von ihm bezeugte reine Gotteswort. Deshalb kann die Ablehnung der Anerkennung ‚geistlicher Leitung‘ durch die Kirchleitung auch nicht Strafmassnahmen seitens der Kirchenleitung zur Folge haben - ausser die Kirchenleitung erbrächte den Nachweis, dass damit das Evangelium selbst verworfen worden wäre."
Zu Beginn der Tagung erklärte der Theologe Prof. Rainer Mayer (Stuttgart), dass die Frage, ob homosexuelle Pfarrer im Pfarrhaus wohnen dürften, keine Ordnungsfrage sei, auf die unterschiedliche Antworten möglich seien, sondern eine für das christliche Bekenntnis zentrale Frage. Es gehe um die Treue der Kirche zur Bibel. Hier gebe es keinen Spielraum, sagte Mayer. Auch der Theologe und Philosoph, Prof. Harald Seubert (Erlangen/Posen) rief die Kirche auf, für ein klares Bekenntnis, eine klare Lehre und eine entsprechende Ausbildung für ihre Amtsträger zu sorgen. Dabei dürfe Gottes Wort nicht im Sinne einer nivellierenden Kulturwissenschaft zu einem Wort unter vielen degradiert werden. Eine Kirche, die nicht mehr zwischen Lehre und Irrlehre unterscheide, sei nutzlos. Vorsitzender der KSBB ist der Religionspädagoge Andreas Späth (Windsbach bei Ansbach).
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