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Drewermann mixt Mythos und Geschichte

(07. März 2006/fa.) - Wie Eugen Drewermann mit seiner tiefenpsychologischen Bibelauslegung dem historischen Fundament der Bibel den Todesstoss verleiht.

Eugen Drewermann zerstört radikal die geschichtliche Basis der Bibel. Seine Kritik an der herkömmlichen Theologie ist, dass sie noch immer die biblischen Aussagen historisch begründen will, selbst in der historischkritischen Methode.

Er kritisiert diese Bibelexegese deshalb, weil für ihn damalige historische Ereignisse überholt sind. Wenn die Bibel uns heute noch etwas zu sagen haben will, muss sie für die ganze Menschheit allgemeingültige und überzeitliche Aussagen machen. Drewermann meint, die Bibel hätte uns heute nichts mehr zu sagen, würde sie in «der Starrheit rein historischer Fakten» verharren.

Mythos, Märchen, Sagen und Bibelberichte sind für Drewermann austauschbar. Entsprechend greift er die historischen Fundamente der Bibel an.

Er bevorzugt die Auslegungsmethode nach dem Vorbild der Trauminterpretation von Sigmund Freud und C. G. Jung. Nach C. G. Jung legt er die Erfahrungen des Menschen und die Religionsgeschichte mit Symbolen aus.

Mythos, Märchen, Sage und Legende sind die literarischen Vorbilder für die tiefenpsychologische Bibelexegese Drewermanns. Jegliche historische Sichtweise würde die Bibel in einzelne und isolierte Perspektiven aufspalten. Eine Bibelexegese, welche logisch und lehrhaft vorgeht, übergehe die unbewussten und mythologischen Aussagen.

Wie begründet Drewermann seine Bibelexegese, welches sind seine Interpretationsregeln und was versteht man unter der tiefenpsychologischen Bibelauslegung? Diesen Fragen geht der christliche Philosoph und Historiker Eugen Schmid ausführlich nach im Artikel „Mythos und Geschichte“, veröffentlicht in FACTUM 2/2006.

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