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Rektor der Uni Zürich warnt vor „Intelligent Design“

Im Rahmen der Feier zur Ernennung von neun Ehrendoktoren an der Universität Zürich, warnte Rektor Hans Weder vor Theoriekonzepten wie „Intelligent Design“. Was ist an daran so gefährlich, dass man öffentlich davor warnen muss?

Rektor Hans Weder machte in seiner Rede am 29. April Überlegungen zum Verhältnis von Wissenschaft und Religion, von Evolutionsbiologie und Schöpfungsglaube. Dabei betonte er die Unterschiede zwischen Glaube und Wissen. "Wissen entfaltet Vorstellungen über die Welt, der Glaube ist eine Einstellung zur Welt", sagte er, und fuhr fort: "Religion hat nicht die Aufgabe, bestehendem Wissen ein besseres Wissen entgegenzusetzen. Ihre Sache wäre es vielmehr, einen sinnvollen Umgang mit dem Wissen zu pflegen."

Letztlich ging es dem Universitäts-Rektor darum, vor Theoriekonzepten wie dem "Intelligent Design" zu warnen. Für Weder ist dieses Konzept eine Vermischung religiöser und wissenschaftlicher Perspektiven.

Damit reiht sich der Rektor der Universität Zürich in eine Reihe ein mit dem britischen Biologen Steve Jones. Jones sagte, Evolution sei eine Serie erfolgreicher Fehler. Und: „Ob es einen grossen Designer da draussen gibt, ist nicht Gegenstand der Wissenschaft.“ („Zeit“, Nr. 33/05)

Doch dort, wo das Konzept des „Intelligent Design“ studiert wird, flammt eine verdrängte Diskussion neu auf: Hat Gott die Welt geschaffen oder ist sie durch ungelenkte Prozesse evolutionär entstanden? Die Reaktionen der Evolutionsvertreter zeigen, dass damit ihr Nerv getroffen wird: ID tastet den Absolutheitsanspruch einer naturalistischen Weltanschauung an. „Intelligent Design“ führt weiter als die reine Mathematik. Es weist über sich hinaus auf Grösseres. mehr...

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